Neocaridina mit Leitungswasser?

  • ein stets beliebtes Thema ^^


    Ich möchte Neocaridinas (Blue Dream/velvet oder Bloody Mary) halten.

    Ich würde es gern mit Leistungswasser probieren. Ich weiß auch, dass man mit Osmosewasser immer besser fährt.


    Hier die Daten meines Leitungswassers (weich wie ein guter Whisky)

    Ermittelt durch Stäbchenmessung (Tetra Messung) und DigitalLeitfähigkeitsmessgerät

    Nitrat NO3 - 23mg/l

    Nitrit NO2 - 0mg/l

    Gh 6°

    Kh 3°

    pH 7,1

    Cl2 0 mg/l

    Leitfähigk. 216µS



    Was meint Ihr?

  • Ich würde die Werte nochmal gegentesten lassen. Vielleicht Fachmarkt oder Zoogeschäft (sofern vorhanden). Ansonsten hast du doch -bis auf den Nitratwert, wie Olli auch schon schreibt- prima Wasser.


    Nur sollte man bei LW ein waches Auge auf den Werte haben. Ich hatte hier ähnlich weiches Wasser und eines schönen Tages hat das Wasserwerk den pH auf über 8 hochgesetzt. Das Ergebnis kann man sich ja vorstellen... :(

  • Hmmm, das Nitrat scheint echt problematisch zu sein.

    Hab selber nochmal gemessen : 21mg/l

    Der Trinkwasserversorger gibt einen Wert von 17 an bei einem Grenzwert von 50mg/l ;(


    Muss hier mal ein gescheites Zoogeschäft suchen zum messen lassen oder evtl. Osmosewasser kaufen.


    Hat jemand Erfahrung mit den Nitratsenkern?

  • Hallo Hoschi.

    Ich sage dir zu deinen Thema: Ja es geht.

    Bei mir kommt es mit 38-40mg aus der Leitung und seit jetzt 2 Jahren vermehrten sich die Tiere gut!

    Hab jetzt zwar eine Osmoseanlage bekommen und ich verschneide jetzt das Wasser mit meinem Leitungswasser. Werde mal sehen ob es noch besser wird. Wird man nächstes Jahr mal sehen. 21mg finde ich pers jetzt nicht schlimm, auf diesen Wert verschneide ich jetzt auch.

    Dies ist eben das Internet. Eine Frage 5 verschiedene Antworten!

  • Ich bin mit dem Tröfchentests von JBL ganz zufrieden. Die von Sera soll aber auch OK sein. Kenn ich aber nicht.

    Der folgende Koffer hat an sich das wichtigste drin:

    JBL Testkoffer

    Vielleicht noch ein GH Testset dazu.

    Der Geist der Nachsicht müßte uns alle zu Brüdern machen;
    der Geist der Intoleranz aber macht die Menschen zu Bestien.
    (Voltaire 1694-1778)

  • Kurze Frage: Wer sind die Nitratverwerter und kann somit dazu beitragen, den Wert auf natürliche Weise zu senken? Und wer trägt zur Nitraterhöhung im Becken bei?

    Habe zwar keine so hohen Nitratwerte im Leitungswasser, aber durch sehr hohen Pflanzenbesatz bleibt der Wert trotz der vielen Tiere und deren Ausscheidungen, sowie täglicher Futterzugabe auf im Schnitt 10ml.

    LG Winni

  • Hoschi

    Da hast du mich missverstanden.

    Das System Aquarium bildet ein eigenes Biotop und es dauert bis zu einem Jahr, bis sich ein stabiles ökologisches Gleichgewicht gebildet hat. Mit meinen Fragen wollte ich eigentlich ausdrücken, daß man sich darüber im Klaren sein sollte, wer Nitrat verbraucht und durch was Nitrat eingebracht wird (außer durch das Leitungswasser). Ist man sich darüber im Klaren, kann man den Nitratwert auch auf natürlichem Weg senken (dichte Bepflanzung, geringerer Wasserwechsel, statt 50% nur 30%), weniger Fütterung, bzw. erhöhen.

    LG Winni

  • hab ich schon so in etwa verstanden. War eher die Frage, ob Ihr dem zustimmen könnt,was im link steht. War vllt falsch ausgedrückt.


    Wenn das Leistungswasser viel Nitrat hat, sollte ich keinen aktiven Boden (Nährstoffboden) verwenden.


    Ansonsten helfen viele, schnellwachsende Pflanzen. Weniger Fütterung, keine (oder nur spezielle) Düngung. Soweit richtig?

    In dem verlinkten Text stand noch, das Nitrat ein Stoffwechselprodukt bestimmter Bakterien ist. Da wüßte ich jetzt auch nicht, wie ich das beeinflusse.


    Zu den Pflanzen: Ist der Nitratabbau durch die Pflanzen über den Tag konstant oder gibt es Peaks (Licht?). Ohne CO2 Anlage hat doch auch der Pflanzenbesatz eine Grenze, oder?


    Bingen die Ausscheidungen der Tiere Nitrat ins Wasser?

  • Mal zum besseren Verständnis:


    Das erste Zwischenprodukt des Eiweißabbaus (Kot/Futter) ist Ammonium. Bei pH Werten über 7,5 liegt ein wesentlicher Teil als giftiges Ammoniak vor. Ammonium/Ammoniak wird durch nitrifizierenden Bakterien (Nitrosomonas) im Filter in Nitrit umgewandelt.


    Nitrit ist ein weiteres Zwischenprodukt des Eiweißabbaus. Es ist stark giftig. Vor allem in Aquarien mit neuen oder zu stark gereinigten Filtern kann es sich schnell und stark anreichern. Mengen über 0,3 mg/l sind kritisch, 2 mg/l sind meist tödlich. Nitrit wird durch nitrifizierende Bakterien (Nitrobakter) in (fast) ungiftiges Nitrat umgewandelt. (Die nitrifizierenden Bakterien arbeiten nur bei pH Werten von ca. 6 - 8 zuverlässig. Bei stärkeren Abweichungen wird kaum noch Ammonium/Ammoniak bzw. Nitrit abgebaut.) Nitrit verhindert die Sauerstoffaufnahme des Blutes. Alleine absterbende Pflanzenteile und austretende Pflanzensäfte können, wenn die Filterbiologie noch nicht ausreichend ist (z.B. bei einer Neueinrichtung) zu einer gefährlichen Ammonium- und / oder Nitritbelastung führen.


    Die Teilungsrate der Bakterien ist gering. Nur ca. alle 20 Stunden (bei 25°C) teilen sie sich. Deshalb dauert es ca. 3 Wochen bis sich in einem neuen oder grundgereinigten Filter wieder ausreichend Nitrifikanten angesiedelt haben. Deshalb: Neue Aquarien langsam nach und nach besetzen, Nitritgehalt überprüfen, Bakterienpräparate (oder alten Filterschlamm einsetzen) und sehr wenig füttern.


    Nitrat ist das Endprodukt des Eiweißabbaus. Bei der Entstehung von Nitrat entsteht auch Säure, die erst zu einem Verbrauch der Karbonathärte führt und später zu einem Säuresturz. Das beste Mittel gegen Nitrat und die durch seine Entstehung freiwerdende Säure, ist ein reicher Pflanzenwuchs und regelmäßiger Teilwasserwechsel.

  • Es wurde alles schon gesagt ...

    Eine Möglichkeit Dein Nitrat im Becken zu senken bzw. kontrolliert zu halten wäre der Einsatz einer angemessenen Menge Seachem Purigen...

    https://www.garnelen-tom.de/zw…n-250-ml-Premium-Absorber


    ... allerdings kann ich Dir aus früherer Unwissenheit sagen, wenn Du das Zeug im Filter hast, "frisst" es auch den zugefügten Dünger! ... ich hatte das selbst lange nicht erkannt und ständig nachgedüngt.


    In angemessener, kleiner Menge stellt es für Dich aber ggf. eine Hilfe dar.

    :) LG aus Dresden, Peter


    🌊Meine Wasserwelt:

    54l (90cm) Acrylbecken Macrobrachium sp.red claw und Neocaridina, 38l (45cm) Sakura Darkline und Red Fire,

    28l (40cm) Malaya Garnelen (Babaultis), 20l (25cm) Neocaridina Wildformen,

    12l (30cm) Raubschnecken, 10l (20cm) PHS, und 2 Vasen (3l) mit Bucephalandras und PHS 🌊

  • pwnano

    ich musste auch gerade mal googeln. Der Name Denitrol ist etwas irreführend, aber das scheinen Starterbakterien zu sein.
    Das Thema mit dem „Nitratschwund“ hatte ich beim Einsatz von Purigen (gegen die Farbstoffe aus den Wurzeln) tatsächlich auch gehabt, scheinen aber nicht immer so zu sein, was ich so gelesen habe....

  • kettwi ... ich kannte Denitrol auch nicht ... google sagt ist von JBL ... Starterbakterien für sofortigen Besatz ... ??? :/

    :) LG aus Dresden, Peter


    🌊Meine Wasserwelt:

    54l (90cm) Acrylbecken Macrobrachium sp.red claw und Neocaridina, 38l (45cm) Sakura Darkline und Red Fire,

    28l (40cm) Malaya Garnelen (Babaultis), 20l (25cm) Neocaridina Wildformen,

    12l (30cm) Raubschnecken, 10l (20cm) PHS, und 2 Vasen (3l) mit Bucephalandras und PHS 🌊

  • Ich würde das erst einmal mit Tröpfchen messen, denn diese Stäbchentests sind gerade beim Nitrat fehlerhaft. Wenn ich überlege, wieviel Pulver ich beim Testen zufügen muss, um den Nitratwert zu messen ist ja schon die Frage, wie so ein Streifen das überhaupt messen soll. Ich tippe ganz stark, dass Du einen geringeren Wert im Leitungswasser hast. Wenn Du einen Zoohandel oder Fachhandel in der Nähe hast, die Tröpfchentests durchführen, helfen die Dir bestimmt gerne. Aber man kann sich so einen Einzeltest auch selbst kaufen. Da gibt es die etwas günstigeren von Sera bzw. Tetra oder halt von JBL.