Immunkraft

  • Die einem Garnelenstamm zur Verfügung stehende Immunkraft entscheidet oftmals über Leben und Tod.

    Zum besseren Verständnis lässt sich dies mit einer Skala von 1 bis 10 beschreiben:

    • Wert 1 steht für „Top Fit“ – die Garnele ist vital und gesund.

    • Wert 10 bedeutet, die Garnele ist verstorben.

    In allen Zwischenstufen von 1 bis 9 wirkt die Garnele nach außen zunächst fast „normal“. Doch aufmerksame Halter erkennen deutliche Unterschiede:

    • Bei Immunstufe 1–3 ist die Garnele extrem agil – ein Einfangen mit dem Kescher ist kaum möglich, da sie blitzschnell davonzischt.

    • In den Stufen 4–7 nimmt die Agilität spürbar ab, die Tiere lassen sich leichter fangen.

    • Bei 8–9 wirken Garnelen apathisch, bewegen sich kaum noch, ziehen sich zurück und zeigen deutliche Anzeichen von Schwäche. In diesem Bereich treten häufig erste Verluste auf.

    Die zentrale Frage lautet daher:

    Was kann man tun, um die Immunkraft von Garnelen hochzuhalten und sie möglichst dauerhaft im Bereich „Top Fit“ (Stufe 1–3) zu halten?

    Das Einfachste, was man tun kann, um Garnelen mit einer starken Immunkraft zu versorgen, ist eine korrekte und nährstoffreiche Fütterung. Erstaunlich viele Halter verwenden jedoch Garnelenfutter mit sehr geringem Nährwert und/oder in einer ungeeigneten Futterform. Ebenso verbreitet ist die falsche Annahme, Garnelen müssten nur alle zwei bis drei Tage ein wenig Futter erhalten. Die Folgen sind meist deutlich sichtbar: stagnierende Bestände oder Tiere, die bei etwa 2 cm „verschwinden“, anstatt ihre natürliche Größe von bis zu 4 cm zu erreichen.

    Je geringer der Nährwert des Futters, desto höher steigt das Risiko, dass das Immunsystem schwächelt. Tritt dann ein kleiner Stressfaktor auf – etwa ein verzögerter Wasserwechsel – quittieren die Tiere dies häufig mit Ausfällen. Wichtig zu verstehen ist: Alles, was Garnelen durch ihren Darm schieben, liefert ihnen nur einen sehr geringen Prozentsatz an verwertbaren Nährstoffen. Nur wenn das Futter nährstoffreich und optimal aufnehmbar ist, können sie damit ihre Immunkraft zuverlässig aufbauen.

    1 Tipps für die richtige Garnelen-Ernährung

    • Verwenden Sie Garnelenfutter, das sich im gesamten Aquarium verteilt und überall erreichbar ist.

    • Achten Sie auf Futterformen, die Garnelen schnell aufnehmen und problemlos durch den Darm transportieren können, dann stimmt die Energiebilanz.

    • Setzen Sie auf Futtermittel mit einer hohen Anzahl kleinster Partikel, sodass auch Babygarnelen versorgt werden.

    • Nutzen Sie Futter, das gleichzeitig die Mikrofauna fördert – denn Mikroorganismen sind die natürliche Hauptnahrung von Garnelen.

    • Wählen Sie nährstoffreiches Futter; Standard-Industriefutter oder sehr kleine Gebinde eignen sich nur bedingt als tägliches Hauptfutter.

    • Orientieren Sie sich an dem, was auch erfahrene Züchter verwenden – größere Gebinde sind ein gutes Indiz für bewährte Qualität.


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    Als Leckerlie für zwischendurch (zwei, drei mal die Woche) für ihre Garnelen dürfen sie alles ansehen, was der Garnelenfuttermarkt sonst noch hergibt und anbietet.

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