Magnesium ist, wie Eisen auch, ein wichtiger Bestandteil des Blattgrüns (Chlorophylls) und aus diesem Grund essentiell für Pflanzen.
Ein Mangel an Magnesium zeigt sich daher auch mit ähnlichen Symptomen wie Eisenmangel: durch eine Gelbfärbung der Blätter, während die Blattadern grün bleiben.
Im Unterschied zum Eisenmangel, der sich vor allem an jungen Blättern zeigt, sind hier in erster Linie ältere Blätter betroffen.
Das chemische Element Magnesium gehört, wie Calcium, zu den Erdalkalimetallen und gilt als Makronährstoff, ähnlich wie das Element Kalium, das zu den Alkalimetallen zählt.
Ähnlich hoch sollte auch die Versorgung der Pflanzen sein, ein Gehalt von ca. 10mg/l Aquarienwasser gilt als erstrebenswert. Bei Magnesium gilt außerdem auch das Verhältnis zum anderen Erdalkalimetall Calcium als wichtiger Parameter. Ein Verhältnis Magnesium:Calcium sollte mindestens den Wert 1:4 aufweisen, was bedeutet, dass maximal 4mal soviel Calcium im Wasser sein sollte wie Magnesium.
Das ist im deutschen Leitungswasser meistens nicht der Fall. Hier überwiegt in der Regel der Calciumanteil deutlich. Um das Verhältnis auf 1:4 herzustellen muss daher in den meisten Fällen Magnesium nachdosiert werden. Dies kann zum Beispiel durch Bittersalz (Epsomit, Magnesiumsulfat, MgSO4) erfolgen.
Aber Achtung: Magnesium zählt, wie Calcium, zu den Härtebildnern und hebt die Gesamthärte des Wassers an. Dabei macht ein Gehalt an Magnesium von 4,3556 mg/l oder Calcium von 7,144 mg/l im Wasser jeweils eine Einheit des Härtegrades der Gesamthärte aus = 1 °dGH = ein Grad deutscher Gesamthärte.
Dies muss bei der Nachdosierung beachtet werden, wenn Aquarienpflanzen oder -tiere empfindlich auf eine hohe Gesamthärte reagieren.
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