Beiträge von ThomasG

    Hi zusammen,

    zum Thema "Gehäuseschädlinge" habe ich auch nichts gefunden. Ich glaube das kam aus dem Meerwasserbereich, dort gibt es ja allerhand krasses Getier.

    Deshalb ist die Schnecke kurze Zeit später wieder im Aquarium eingezogen.

    An meinen Wasserwerten kann es auch nicht gelegen haben, weil ich ja relativ hartes Wasser habe und auch nur relativ moderat CO2 einleite. Da es ein Neuzugang ist, gehe ich mal davon aus, dass das Gehäuse schon vorgeschädigt war.

    Tom_Aqua, meinst du, bei den Wasserwerten braucht man noch Mineralien im Becken? Ich habe jetzt mal ein Stück (gekochte) Eierschale ins Aquarium gelegt und schaue mal, ob da wer rangeht.

    Viele Grüße

    Thomas

    Hi Olivia,

    das mit den Wasserwechseln würde ich mir erst mal schenken in der Einfahrphase. Wen sollen die "Schadstoffe", die für Pflanzen ja Nährstoffe sind, stören? Ich würde schauen, dass ich die Wasserwerte, durch richtiges Düngen, pflanzenfreundlich und algenfeindlich einjustiere, damit die Pflanzen schnell wachsen und Algen keine Chance haben. Das heißt auch regelmäßig den Nitratwert kontrollieren. Aber ebenfalls Phosphat-, Eisengehalt, usw. richtig einstellen.

    Es sei denn du hast Pflanzen aus unsicherer Herkunft drin, da könnten noch sogenannte "Pflanzenschutzmittel", die für die zukünftigen Aquarienbewohner hochgiftig sind, dran sein. In dem Fall lieber häufige und ausgiebige Wasserwechsel von 80-90% um das Zeug aus dem Becken zu bekommen, bevor die ersten Tiere einziehen. Bei InVitro-Pflanzen o.ä. besteht die Gefahr nicht.

    Für die Bakterien ist es egal, ob Wasserwechsel oder nicht, die haften an den Oberflächen oder sitzen im Filter, wenn man einen hat.

    Viel Erfolg in der ersten Phase!

    Thomas

    Hi zusammen,

    heute habe ich eine kleine Clithon, Neuzugang, eine gute Woche im Aquarium, mit einem für Schneckenverhältnisse ziemlich großen und tiefen Loch im Gehäuse beobachtet. Das Loch ist rund, ca. 2 mm im Durchmesser und sitzt in Mitte der Schneckenspindel.

    Die Spiegelung (weißer Punkt) kommt vom Wassertropfen, der sich noch im Loch befindet.

    Meine anderen Schnecken bekommen selten Gehäuseschäden, in der Regel hatten die Schnecken solche bereits beim Kauf. Aber ich kann mich nicht erinnern, dieses Loch beim Eingewöhnen bereits an ihr gesehen zu haben.

    Das Aquarium läuft seit Ewigkeiten mehr oder weniger problemlos, übliche kleine Unregelmäßigkeiten, wo man mal gegensteuern muss, sind ja normal. Es handelt sich um einen NanoCube mit 12 Litern, filterlos (bzw. Stickstoffilterung durch Bakterien auf dem Hardscape, Pflanzen, Substrat usw., und seit neuerdings auch noch Schwebstoffilterung durch Notopala sp.). Auf dem Bodengrund ein paar Mulmecken, ansonsten Sand mit kleinen Steinchen durchsetzt, Eichen- und Seemandelbaumblätter, Erlenzapfen. Meine Wasserwerte sind (mit Tröpfchentest ermittelt): KH = 10, pH = 7.2, CO2 ≈ 20 mg, GH = 12, Ca ≈ 56 mg, Mg ≈ 18 mg, K ≈ 15 mg, NH4 nicht nachweisbar, NO2 ≈ 0,025 mg, NO3 ≈ 10 mg, PO4 ≈ 0,2 mg, Fe ≈ 0,1 mg. Fehlt noch was? Achja: Besatz ca. 15 Schnecken aller Art (TDS sp., Clithon sp., Notopala sp. + ein paar kleine junge Blasenschnecken) und ca. 20 Neocaridinas (kriegen gerade Junge wegen stärkerer Fütterung).

    Ich habe irgendwo, irgendwie, irgendwann von einem Parasiten gehört, der sich durch das Schneckengehäuse bohren und dann die Schnecke von innen fressen soll. Gibt es das? Oder waren das Fakenews? Bei Google bin ich auf die Schnelle nicht fündig geworden.

    In jedem Fall will ich sowas auf keinem Fall in meinem Aquarium haben! Diese Clithon habe ich erstmal isoliert, bis ich genaueres weiß.

    Wer hat Infos, Ideen, usw.?

    Hi MrKabs,

    sind die Bilder so unscharf, oder sieht das wirklich so milchig-trüb aus?
    Eine weiße Trübung ist in der Regel eine Bakterienblüte. Kann von vielem kommen wie z.B. zu viel Futter, zu wenig Pflanzen, zu hoher Besatz, zu wenig Wasserwechsel, gammelnde/absterbende Pflanzen, etc...
    Deine Pflanzen sehen auf den Bildern für mich auch nicht gerade so aus, als ob sie vor Leben und Energie strotzen würden.
    Dunkle Fäden könnten Rotalgen oder Fadenalgen sein.

    Nichts für ungut, aber mit deiner Aussage: "Meine Wasserwerte sind vollkommen in Ordnung" kann ich so viel anfangen, wie mein Automechaniker mit der Aussage: "Meine Reifen sind vollkommen in Ordnung". Sommerreifen? Winterreifen? M+S? Profil? Luftdruck? ...? ;)
    Es ist ein Unterschied, ob ich Neonsalmler aus dem Amazonas oder Malawibuntbarsche im Aquarium habe. Das gleiche gilt für Neocaridinas oder Bienengarnelen und natürlich auch für die Pflanzen.
    Langer Rede kurzer Sinn: Die Wasserwerte müssen zu den Tieren und Pflanzen passen, die sich im Aquarium wohlfühlen sollen.

    Ich würde als erste Maßnahme mal bei einem großzügigen Wasserwechsel die weißen Schichten/Trübung absaugen, dann mit Tröpfchentests die komplette Palette an Werten durchtesten (oder im Aquarienladen durchtesten lassen) und schauen, ob das zu meinem Besatz, in deinem Fall insbesondere zu den Pflanzen passt. Dann sieht man weiter.

    Viele Grüße
    Thomas

    Hi Carsten,

    willst du die anderen Bienen nicht auch in ein passenderes Habitat umsetzen, wenn du schon zwei neue Becken einrichtest?
    Weil zusammen mit den Neos ist für die Bienen - glaube ich - schon schwierig bis stressig.

    VG Thomas

    Zitat

    Ich kippe immer ein wenig in die Dosierkappe und zieh die mit einer 5 ml Spritze raus. Es gibt sicherlich irgendwo auf dem Markt passende Spritzen für die Öffnung, aber die erhältst Du nicht in der Apotheke.

    Ich habe hier noch kleine 2ml Spritzen rumliegen, aber frage mich jetzt nicht, wo ich die her habe.

    Das Beste ist, meiner Meinung nach, immer noch die Pipette, oder man macht es so wie Olli.

    Ganz einfach: Die geplante Wassermenge dividiert durch die Ausgangsmenge mal Dosierempfehlung.

    Also in deinem Fall: 9l / 30l x 5ml = 1,5ml für 1ºdKH

    Die Liter kürzen sich raus, die Milliliter bleiben stehen, der Wert wird kleiner bei weniger Wasser, also stimmt die Formel.

    Ich muss mir das auch jedesmal aufs neue überlegen, wenn ich dünge.

    Man könnte sich auch die Menge auf die Flasche schreiben, aber dazu bin ich zu faul und denke lieber mal kurz nach.

    Die Dosierkappe ist nur ein Schätzwert und macht mehr Sauerei als alles andere.

    Halte die Flasche schräg, wenn du mit der Spritze reingehst, dann kommst du mit der Nase auch in die Flüssigkeit, oder besorge dir eine Pipette aus dem Chemikalienhandel, das ist noch besser.

    Ich habe zwei, mit der kleinen kann ich auf 0,125 ml genau dosieren, mit der großen dafür auf einen Schwung..., Moment...!

    Jetzt finde ich sie gerade nicht, weil man sie halt so selten braucht...

    Hi zusammen,

    weil meine Blue Dreams zunehmend dunkler und immer schmutziger blau aussehen, aber ich mir den Aufwand für eine Selektion nicht geben will, habe ich überlegt, wie ich die Optik meiner Neocaridinas ein bißchen aufpeppen könnte. Dabei ist mir ein Artikel eingefallen, den ich vor einiger Zeig mal gelesen hatte, in dem der Verfasser die "Kreuzung" von Var. Blue Dream mit Var. Blue Jelly beschreibt.

    Nach der üblichen Farbenlehre (rote Linie ./. schwarz-braune Linie) müssten rein theoretisch wildfarbene Nachkommen fallen.

    Der Verfasser beschreibt jedoch, dass in der F1 durchgängig blaue Tiere mit allerlei Musterungen, insbesondere Blue Rilis, gefallen seien. In der F2 fielen dann wohl - soweit ich mich noch an den Text erinnere - wieder vermehrt einfarbig blaue, in einer Farbschattierung zwischen Blue Dream und Blue Jelly.

    Also habe ich das letzte WE, den Brücken- und den Feiertag dazu genutzt, fünf Blue Jellys an meine Blue Dreams zu gewöhnen.

    Jetzg bin ich gespannt, was dabei herauskommt. Die Blue Jellys scheinen noch ziemlich jung, also muss ich mich vermutlich noch bis ins Frühjahr gedulden.

    :)

    Hi Chris,

    du kannst einen Volldünger nehmen und damit nach Anleitung düngen. Das würde ich aber nicht machen, da du bei dem Blindflug vielleicht völlig daneben liegst, was dann zu Algenproblemen führen kann.

    Deshalb würde ich empfehlen das Wasser zu testen, um zu sehen was fehlt und was nicht.

    Die Pflichttests wären dazu:

    - Nitrat (NO3) => Zielwert ~ 10 mg/l

    - Phosphat (PO4) => Zielwert ~ 0,2 mg/l

    - Eisen (Fe) => Zielwert ~ 0,1 mg/l

    Und die Kür dazu:

    - Kalium => Zielwert ~ 5-10 mg/l

    - Magnesium => Zielwert ~ 10 mg/l oder 4:1-Verhältnis von Calcium:Magnesium

    - Calcium ist in der Regel genug im Leitungswasser oder wenn du aufgesalzrnes Osmosewasser nimmst, dann kennst du deine Werte sowiso.

    Den Calciumgehalt kann man sich ausrechnen, aus GH und Magnesiumgehalt. Dazu gibt es Onlinerechner oder man wendet den 3-Satz an mit den spezifischen Werten. Dazu hatte ich im Lexikon unter dem Stichwort Magnesium schon mal was geschrieben .

    Viel Erfog und viele Grüße

    Thomas

    Hi Sören,

    ich praktiziere das nicht, habe aber davon gehört bzw. gelesen.

    Der Einsatz von Wodka scheint vor allem in der Meerwasseraquaristik eine Methode zu sein, um Phosphate und Nitrate in Verbindung mit einem Eiweißabschäumer aus dem Wasser zu bekommen. Mit Wodka wird dem Wasser vor allem Kohlenstoff zugeführt, mit dem dann Bakterien das Nitrat und Phosphat verstoffwechseln können und so reduzieren. Die Bakterien und deren Stoffwechselprodukte werden im Anschluss vom Eiweißabschäumer dem Wasser entzogen.

    Und hier kommen wir zum Punkt, warum ich Wodka nicht einsetze:

    In der Süßwasseraquaristik haben wir oft viele Pflanzen, die Nitrat und Phosphat verbrauchen, so dass wir diese Stoffe nicht reduzieren, sondern im Gegenteil nachdüngen müssen.

    Oft haben wir auch eine CO2-Düngung, die den dringend benötigten Kohlenstoff über diesen Weg dem Aquarienwasser hinzufügt.

    Daher sehe ich für mich bzw. für mein Aquarium keinen Grund, die im Vergleich zur CO2-Düngung nicht ganz ungefährliche Methode anzuwenden.

    Aber ich bin an Ergebnissen und längerfristigen Erfahrungen durchaus interessiert .

    Viele Grüße

    Thomas

    Hi Carter-Garnele,

    Zitat

    ich habe das Prinzip mit dem „Fass nicht überlaufen lassen“ noch nicht verstanden.

    Geht wohl nur für Anlagen mit Pumpe wo dann der Strom abgeschaltet wird…

    den Beitrag habe ich jetzt nicht verstanden... War da ne Frage dabei?

    Viele Grüße

    Thomas

    Hi NosX3,

    Muschelkrebse sind völlig ungefährlich und gehören, in Maßen, meiner Ansicht nach zu einer gesunden Begleitfauna dazu.

    Außerdem sind sie ein prima Anzeiger, ob die Fütterung passt. Nehmen sie zu, einfach das Futter reduzieren und schon werden es wieder weniger.

    Sie nerven allenfalls die Schnecken, wenn sie überhand nehmen, durch ihr Gewusel. Das könnten empfindliche Tiere krumm nehmen und sie dazu veranlassen, sich in ihr Häuschen zurückzuziehen.

    Dann kann man die Muschelkrebse auch mal beim Wasserwechsel, mit Hilfe einer hellen Taschenlampe - sie schwimmen zum Licht, absaugen oder sie mit einer Gurkenscheibe (Bio und/oder ungespritzt!) einsammeln.

    Viele Grüße

    Thomas

    Hi Olli,

    danke für die Infos, das hilft mir wirklich weiter!

    Ich brauche nicht viel (Umkehr-)Osmosewasser:

    Etwas um meine fleischfressenden Pflanzen zu gießen, die vertragen kein Leitungswasser.

    Ein bisschen um verdunstetes Wasser im Nanocube zu ersetzen.

    Und noch etwas mische ich dem Wechselwasser bei, um die GH niedrig zu halten.

    Eigentlich hatte ich von Bienen auf Neocaridinas umgestellt, um das Aquarium mit Leitungswasser betreiben zu können. Dann kamen Pflanzen hinzu, die anspruchsvoller sind, und jetzt muss ich doch wieder (etwas) Wasser pantschen... \o/

    Möglicherweise rechnet es sich für mich aber, weiterhin destilliertes Wasser zu kaufen.

    Viele Grüße

    Thomas

    Ergänzung:

    Damit meine Aussage zum Thema Nitrit- und Ammonium-Test nicht falsch interpretiert wird, noch eine kurze Erklärung:

    Tests auf Ammonium und Nitrit sind wichtig, wenn ein Becken - sei es durch Einsatz von Medikamenten oder durch einen Fehler in der Pflege - aus dem Gleichgewicht geraten ist oder wenn es sich noch in der Einlaufphase befindet. Und diese Tests sollten von Anfängern deshalb auch regelmäßig durchgeführt werden.

    Ist das Becken gut bepflanzt und stabil, dann läuft folgender Nährstoffkreislauf richtig ab und die beiden Tests sind nur noch in Notfällen notwendig:

    Pflanzen verbrauchen Stickstoff in Form von Ammonium und Nitrat. Ammonium ist für Pflanzen leichter verfügbar als Nitrat.

    Wenn also der Nitratwert sinkt, dann kann man davon ausgehen, dass das Ammonium zum größten Teil von den Pflanzen schon verbraucht wurde.

    Ammonium wird von Bakterien, den Nitrosomas, zu Nitrit umgewandelt. Wenn schon wenig Ammonium im Wasser ist, dann kann auch wenig Nitrit entstehen. Das wenige Nitrit wird in einem gut eingelaufenen Aquarium, das sich im ökologischen Gleichgewicht befindet, von anderen Bakterien, den Nitrobacter, schnell zu Nitrat umgewandelt, das dann in dieser Form von den Pflanzen aufgenommen wird.

    Dewegen sind die Tests auf Ammonium und Nitrit Akut-Tests, also Tests, die ich mache, falls sich Probleme im Becken zeigen.

    Hi zusammen,

    jetzt noch das Update, nachdem am Freitag die fehlenden Tests ankamen und ich die für die Pflanzen wichtigen Parameter testen konnte:

    - Eisen: Trotz Nachdünung in der letzten Woche, bin ich nur bei einem Wert von 0,05 mg/l => noch mehr Eisendüngung erforderlich

    - Kalium: Entgegen meiner Erwartungen (schwarze Punkte und Löcher in den Blättern) liegt der Kaliumgehalt bei 8 mg/l und ist damit völlig in Ordnung

    - Magnesium: Mit 7 mg/l liegt der Magnesiumgehalt bei 12⁰dGH gegenüber ~56 mg/l Calcium deutlich zu niedrig: Faktor ~1:9 statt den optimalen 1:4. Ob ich allerdings Magnesium nachdosiere glaube ich nicht, weil das die Gesamthärte erhöht und ich wegen dem Utricularia graminifolia nicht über 12⁰dGH kommen möchte.

    - Nitrat: 5 mg/l, obwohl das Wechselwasser mit ~18 mg/l ins Becken kommt. Hier saugen die Pflanzen inzwischen einiges weg.

    - Phosphat: Hier konnte ich in der letzten Woche durch regelmäßiges Nachdüngen den Gehalt auf 0,05 mg/l stabliisieren. Eine Steigerunng auf 0,1 mg/l ist geplant.

    - Karbonathärte: nach inzwischen mehreren großzügigen Wasserwechseln bin ich wieder auf meinem Standardwert von 7⁰dKH angelangt. Bei rund 25 mg/l CO2 macht das einen pH-Wert von 7,0.

    Nitrit messe ich nicht, weil ich der Meinung bin, dass der bei einem gut eingefahrenen Aquarium eh an der Nachweisgrenze liegt.

    Ammonium ebenfalls nicht, weil die Pflanzen erst mal das leichter verfügbare Ammonium aus dem Wasser ziehen, bevor sie sich das Nitrat holen. Das dürfte also auch nahe 0 liegen.

    Viele Grüße

    Thomas