Clithon mit großem tiefen Loch im Gehäuse

  • Hi zusammen,

    heute habe ich eine kleine Clithon, Neuzugang, eine gute Woche im Aquarium, mit einem für Schneckenverhältnisse ziemlich großen und tiefen Loch im Gehäuse beobachtet. Das Loch ist rund, ca. 2 mm im Durchmesser und sitzt in Mitte der Schneckenspindel.

    Die Spiegelung (weißer Punkt) kommt vom Wassertropfen, der sich noch im Loch befindet.

    Meine anderen Schnecken bekommen selten Gehäuseschäden, in der Regel hatten die Schnecken solche bereits beim Kauf. Aber ich kann mich nicht erinnern, dieses Loch beim Eingewöhnen bereits an ihr gesehen zu haben.

    Das Aquarium läuft seit Ewigkeiten mehr oder weniger problemlos, übliche kleine Unregelmäßigkeiten, wo man mal gegensteuern muss, sind ja normal. Es handelt sich um einen NanoCube mit 12 Litern, filterlos (bzw. Stickstoffilterung durch Bakterien auf dem Hardscape, Pflanzen, Substrat usw., und seit neuerdings auch noch Schwebstoffilterung durch Notopala sp.). Auf dem Bodengrund ein paar Mulmecken, ansonsten Sand mit kleinen Steinchen durchsetzt, Eichen- und Seemandelbaumblätter, Erlenzapfen. Meine Wasserwerte sind (mit Tröpfchentest ermittelt): KH = 10, pH = 7.2, CO2 ≈ 20 mg, GH = 12, Ca ≈ 56 mg, Mg ≈ 18 mg, K ≈ 15 mg, NH4 nicht nachweisbar, NO2 ≈ 0,025 mg, NO3 ≈ 10 mg, PO4 ≈ 0,2 mg, Fe ≈ 0,1 mg. Fehlt noch was? Achja: Besatz ca. 15 Schnecken aller Art (TDS sp., Clithon sp., Notopala sp. + ein paar kleine junge Blasenschnecken) und ca. 20 Neocaridinas (kriegen gerade Junge wegen stärkerer Fütterung).

    Ich habe irgendwo, irgendwie, irgendwann von einem Parasiten gehört, der sich durch das Schneckengehäuse bohren und dann die Schnecke von innen fressen soll. Gibt es das? Oder waren das Fakenews? Bei Google bin ich auf die Schnelle nicht fündig geworden.

    In jedem Fall will ich sowas auf keinem Fall in meinem Aquarium haben! Diese Clithon habe ich erstmal isoliert, bis ich genaueres weiß.

    Wer hat Infos, Ideen, usw.?

    Aquarium: Filterloses Nanocube, CO2-Düngung, Bodenheizung, Sonnen- und Mondlichtsimulation mit Dämmerungsphasen

    Tiere: Neocaridina davidi "Blue Dream" & "Blue Jelly", Clithon sowerbianum, Clithon subgranosum, Melanoides tuberculata, Notopala sp., Tarebia granifera "Nöppi", Physa sp.

    Pflanzen: Aegagropila linnaei "Mooskugel", Alternanthera reineckii "mini", Cryptocoryne X purpurea, Ludwigia palustris "Super Red", Pogostemon helferi (als Aufsitzer), Vesicularia montagnei, Lemna minor

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Thomas,

    von solch einem Schädling habe ich auch noch nichts gehört, aber ich bin jetzt auch nicht der Schneckenspezialist.

    Was ich bei mir beobachtet habe: Je mehr Garnelen im Aquarium sind, desto mehr Probleme bekommen die Schnecken, sich ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.


    Auch habe ich immer mal wieder die Situation, dass eine Schnecke Löcher bekommt und sich häufig in Folge auflöst, während es den anderen Schnecken gut geht. Manchmal erholt sich sich aber auch wieder. Vielleicht haben diese Schnecken dann eine Verwertungsstörung oder irgend eine andere Krankheit, ich weiß es nicht.

  • Hi zusammen,

    zum Thema "Gehäuseschädlinge" habe ich auch nichts gefunden. Ich glaube das kam aus dem Meerwasserbereich, dort gibt es ja allerhand krasses Getier.

    Deshalb ist die Schnecke kurze Zeit später wieder im Aquarium eingezogen.

    An meinen Wasserwerten kann es auch nicht gelegen haben, weil ich ja relativ hartes Wasser habe und auch nur relativ moderat CO2 einleite. Da es ein Neuzugang ist, gehe ich mal davon aus, dass das Gehäuse schon vorgeschädigt war.

    Tom_Aqua, meinst du, bei den Wasserwerten braucht man noch Mineralien im Becken? Ich habe jetzt mal ein Stück (gekochte) Eierschale ins Aquarium gelegt und schaue mal, ob da wer rangeht.

    Viele Grüße

    Thomas

    Aquarium: Filterloses Nanocube, CO2-Düngung, Bodenheizung, Sonnen- und Mondlichtsimulation mit Dämmerungsphasen

    Tiere: Neocaridina davidi "Blue Dream" & "Blue Jelly", Clithon sowerbianum, Clithon subgranosum, Melanoides tuberculata, Notopala sp., Tarebia granifera "Nöppi", Physa sp.

    Pflanzen: Aegagropila linnaei "Mooskugel", Alternanthera reineckii "mini", Cryptocoryne X purpurea, Ludwigia palustris "Super Red", Pogostemon helferi (als Aufsitzer), Vesicularia montagnei, Lemna minor

  • Wasserhärte sind keine Mineralien!

    Die GH / KH sehen auch überall unterschiedlich aus. Ich habe z.b. hier eine Enthärteranlage in der Wasserleitung. Resultat: KH sind höher als GH, da Kalzium und Magnesium gegen Natrium getauscht wird.

    Schnecken und auch Garnelen brauchen Kalzium, Magnesium und Jod. Über die Steinchen können sie es sich holen. Die Wasserwerte verändern sich nicht damit.

    Von daher ruhig mal ausprobieren. Ich verstecke sie immer hinterm Hardscape. So leidet die Optik nicht an zu viel "Technik".