Ansprüche an GH und Temp.?

  • Hallo zusammen ^^


    Ich heiße Caro und bin von einem anderen Forum zu euch rübergewandert, weil ich mir nun gerne mein zweites Aquarium anschaffen möchte.

    Im Auge habe ich da den Dennerle 30l Cube, der dann natürlich auch mit meinen ersten Garnelen bestückt werden soll.

    Ein paar Fragen habe ich da vorab allerdings... Meine GH liegt ab Wasserwerk bei 26°dH. Nun habe ich hier an irgendeiner Stelle gelesen, dass sich die halbiert, wenn ich mit 50% Osmosewasser verschneide. Genügt das? So wie ich das beim Querlesen gesehen habe, bevorzugen die meisten Garnelen ja eher sehr niedrige GH oder gibt es da Ausnahmen?
    Der pH liegt gemessen mit sera Tröpfchentest bei 7,5-8. (Würde sich ja beim Verschneiden aber noch leicht nach unten bewegen?)

    Außerdem würde ich den Cube gerne ungeheizt betreiben.

    Ist das so möglich oder macht das kein Nelchen mit?


    Hier noch der Link zur Wasseranalyse (Wasserwerk I): https://www.mindener-wasser.de…wasser/qualitaet/analyse/

    Dankeschön für jede Hilfe :)
    Liebe Grüße

    Caro

  • Hallo Caro,


    herzlich Willkommen bei uns :)


    Grundsätzlich ist es zwar sehr hartes Wasser, aber bei einigen Neocardinaarten (können bei Leitungswasser eingesetzt werden) wie z. B. die Rili-Garnele gibt Tom sogar eine Gesamthärte bis 25 an. Wenn Du z. B. das Wasser verschneidest, geht Dein PH-Wert auch runter, denn im Osmosewasser sind oft Werte um die 5,xx.


    Aber mal eine Gegenfrage. Wenn Du die Möglichkeit hast mit Osmosewasser zu schneiden, wieso nimmst Du nicht gleich 100% Osmosewasser und härtest das nach Deinen Wünschen auf? :)


    Unbeheizt wäre kein Problem, denn im Winter sind unsere Wohnbereiche ja oft beheizt. Vorausgesetzt, die Garnelen kommen aus den Kaltwasserregionen. Allerdings machen die Garnelen bei zu kühlen Temperaturen eine Babypause.

  • Hi Olli,


    oh, das klingt ja gut! Dann müsste ich evtl ja gar nicht viel dran schrauben. :)

    Naja, ich würde es schon kaufen müssen. Der Fressnapf bietet Osmosewasser bei uns zu 2€ für 10l an. Mache ich bei 30l einen 50% Wasserwechsel sind das ja maximal 15l, eher weniger. Wenn ich dann noch 1:1 verschneide, käme ich folglich auf ca. 7,5l pro Woche. Ich habe mir nur zu erschließen versucht, wie wirtschaftlich das wäre und mit welchen Kosten und Aufwand (muss ja auch geschleppt werden :'D) ich rechnen muss. Bei der Beckengröße ist das ja überschaubar.


    Erstmal werde ich mich aber bei den von dir genannten Garnelen umsehen, ob ich da fündig werde. :)

    Vielen Dank für deine Antwort!

    LG
    Caro

  • Hallo,

    Die Wirtschaftlichkeit liegt hier klar bei einer kleinen Osmoseanlage. Neu fangen sie bei 40€ an. Wenn du jede Woche 2€ für osmosewasser im Fressnapf zahlst wären das schon im Jahr 100€ plus die Besorgungskosten ;)


    VG Bine

  • Da habt ihr ganz sicher recht. :)
    Wenn ich mal andere Garnelen halten will, dann werde ich mir eine Osmoseanlage holen.


    Aber auf die Blue Carbon bin ich auch gerade gestoßen und die gefallen mir sehr gut :D

    Für mich als Anfänger ist das bestimmt eine gute Wahl.


    LG

    Caro

  • Hallo Caro,

    willkommen bei uns im Garnelen Treff.

    Gh26 ist sehr viel - selbst für Neocaridinas.

    Eigentlich möchte auch ich Dich für eine kleine Osmoseanlage begeistern.

    Warum ... weisst Du wie konstant Deine Wasserqualität ab Werk ist?

    Ich habe es selbst erlebt, wie sich innerhalb von 48 Stunden alle Werte enorm verschlechterten (Härte verdreifacht, zuviel Nitrat usw.) .... ich habe das hier schon einige Mal erwähnt.

    Prinzipiell sind Neocaridinas - egal welche Farbzüchtung - die einfacheren und widerstandsfähigen Anfängergarnelen.

    Mit Osmoseanlage würden Dir alle Möglichkeiten offen stehen ...

    Sind nämlich Schadstoffe im Leitungswasser werden diese beim "Verschneiden" nur verdünnt - eine Osmoseanlage entfernt diese aus dem Wasser.

  • Hallo ihr Lieben,


    ihr habt mich überzeugt!
    Gestern habe ich eine große Bestellung bei Tom getätigt. :thumbsup:
    Ein bisschen habe ich schon quergelesen, wie man aufsalzt und düngt, aber ich bin gespannt, wie gut das dann in der Praxis funktioniert und erstmal, ob ich die Osmoseanlage zum Laufen kriege. :D

    Gerade das gezielte Düngen wird bestimmt auch meinem großen AQ zugute kommen. Da klappt die Düngung mittels Dennerle 3-Komponenten-Düngung nämlich nicht so gut. (Mäßiger Algenwuchs und mittelprächtiges Pflanzenwachstum, vermutlich zu wenig Natrium...)

  • Ich bin gerade dabei. Heute kam die Lieferung an. :)
    Die Osmoseanlage läuft schon mal, aber nun muss ich erst ein bisschen hier stöbern, bevor ich weitermachen kann, denn mir fehlen noch die Infos, wie ich nun weiter verfahren muss. Naja, die Anlage läuft ja noch eine Weile. Bis dahin, Schritt für Schritt. ^^
    Danke für euren Zuspruch! :)

  • Okay, vielen Dank! :)

    Das kenne ich aus anderen Foren anders. :'D

    Bei euch fühlt man sich auf Anhieb gut aufgehoben!


    Momentan vertreibe ich mir die Zeit, indem ich die ganzen Packungsbeilagen durchlese und hier und da im Forum, bald ist der 10l Eimer voll...

    Bestellt habe ich GH up+, KHup (jetzt erst gelesen, dass man das ja gar nicht zwingend immer braucht...), EasyLife Profito, FosFo und Nitro, getestet wird mit dem JBL Combiset plus Fe sowie PO4.
    Als Bodengrund habe ich im Cube Garnelenkies von Dennerle (borneo braun), ein Mopaniholz, das komplett überwachsen soll und darauf eine Fingerwurzel aus dem Shop.
    Das Osmosewasser würde ich erstmal bis morgen stehen lassen und dann weitermachen, auch wegen der Temperatur.
    Eine Frage hätte ich: Den Filter habe ich die letzten zwei Wochen in meinem anderen AQ einlaufen lassen, das aber natürlich mit Leitungswasser läuft. Bringt es etwas, wenn ich den Filter dann langsam umgewöhne wie man es bei Fisch und Garnele tun würde, oder gehen mir die Bakterien sowieso hops, weil sie an anderes Wasser angepasst sind?

  • Ich hatte das auch ein wenig befürchtet, als ich gelesen habe, dass Du Dich hier durch kämpfen magst. Hier ist es anders und jedes Thema ist ein neues Thema und darf sein Eigen genannt werden :)


    Also die Aufhärtesalze GH up und KH up brauchst Du beide, wenn Du Osmosewasser besitzt. Das Wasser härtest Du erst einmal mit dem GH up auf einen GH-Wert von 6 auf. Schau da auch ein wenig auf die Temperatur in der Beschreibung. Wenn man das ein paar mal gemacht hat, ist es ein Selbstläufer und der Wert wird so gut wie immer erreicht. Das KH up gibst Du tröpfchenweise dazu und testest immer den PH-Wert, bis dieser mindestens 6,5 hat. Du kannst auch etwas faul sein und die KH auf 1 bringen. Damit bist Du sicher, da Du einen neutralen Bodengrund nutzt.


    Es werden hier einige den Hinweis geben, dass Mopaniholz nicht gut wäre, da es früher sandgestrahlt wurde und Metalleinschlüsse im Holz vorfindbar sind. Ich selbst sehe es nicht mehr als so gefährlich an, wenn man einen namhaften Produzenten hat. Aber es ist halt nicht auszuschließen und wenn dann was am Holz ist, ist es giftig für die Garnelen.


    Da Du keine Tiere im Becken hast, kannst Du das Wasser recht schnell umwandeln, aber Du hast halt noch eine Einlaufzeit und damit genügend Zeit, das Wasser anzupassen. Mache einfach jede Woche einen Wasserwechsel von 25-50%. Wenn dann die Tiere kommen wie z. B. die Garnelen, dann kannst Du vor dem Einbringen nochmals einen 90%igen Wasserwechsel machen. Dann wöchentlich einfach im Rhytmus bleiben und jeweils 50-50-90 % Wasser wechseln. Die Bakterien bleiben im Becken. Das einzige, was bei den frühzeitigen Wasserweschel passieren kann, ist, dass es vielleicht etwas länger in der Einlaufzeiit braucht, aber das ist unwesentlich länger.

  • Guten Morgen,


    genau das habe ich gemacht. Die Angaben auf den beiliegenden Zetteln passten gut.
    Das Wasser hatte nun bei 208uS eine GH von 6 ebenso wie pH von ca 6.

    Mit 1ml KHup bin ich auf einen geschätzten pH von 6,3-6,5 gekommen. Drüber auf keinen Fall. Die KH liegt nun aber schon bei 2,5°dKH.

    Das Wasser gebe ich dann jetzt erstmal in den Cube, damit ich den Eimer frei für die nächsten 10l habe.

    Aufdüngen kann ich doch direkt im AQ? Oder sollte man das vorher tun?


    Okay, das mit dem Mopani behalte ich erstmal im Hinterkopf! Wichtig, zu wissen!


    Gut, dann mache ich erstmal so weiter. Das andere Aquarium ist heute auch dran. Das wird ein Aquarientag. :D

  • Hallo Caro,


    dann hat das Aufsalzen doch schon einmal prima geklappt :) Wenn Du einen PH von 6,5-7 hast, passt es doch wunderbar.



    Das mit dem Holz kann Dir keiner garantieren. Wenn Du ganz sicher gehen willst, nimmst Du einfach z. B. das Moorkienholz, denn wenn die Garnelen einmal vergiftet sind, kannst Du die auch nicht mehr retten. Die werden an der Vergiftung sterben. Ich hatte mit diesem Thema auch mal mit Tom telefoniert. Wenn er mal Zeit hat, wollte er mal ein Update zu den Wurzeln preis geben. Aber er vertraut der Mopani noch nicht.


    Das Düngen machst Du direkt im Aquarium. In der Einlaufphase brauchst Du auch noch nicht die volle Dosis Dünger, denn die Pflanzen sind noch jung und müssen erst einmal anwurzeln. Ich bin bisher immer gut gefahren, wenn ich in den ersten 4 Wochen die Hälfte genommen habe. Aber zu den Düngungen und möglichen Algen hat Peter in der Videoecke ein paar Filme aus youtube hinterlegt, die recht gut verständlich sind.

  • Hi Olli,


    könnte ich alternativ auch Savannenholz nehmen? Dann tausche ich die Wurzel einfach mit einer aus meinem anderen Aquarium. Die könnte von der Größe und Form her passen und den gleichen Zweck erfüllen.


    Okay, und das, obwohl in dem Osmosewasser ja nichts großartig mehr drin ist? Das überrascht mich jetzt. Ich dachte, ich müsste nun zumindest Natrium und Posphor auf bestimmte Werte einstellen.:D

    Sobald Wurzeln und Waser und Pflanzen drin sind, werde ich mal in der Videoecke stöbern!

    Edit:
    Gerade herausgefunden, dass Savannenholz auch nicht so gut sein soll für Garnelen... :( Mhh, es sind so schöne Wurzeln. ?(
    Ich muss meine ganze Gestaltung nochmal überdenken... Jetzt habe ich auch fast nur Aufsitzerpflanzen und Mose gekauft, weil ich die alle auf die Wurzel aufbringen wollte. Auf den dünnen Morkienästen geht das nicht und bei Mangrove müsste ich erstmal Glück haben und ein passendes Stück finden. Die Pflanzen müssen dringend ins Wasser...

  • Hallo Caro,


    wie das mit dem Savannenholz ist, kann ich nicht sagen. Ich selber habe es nicht, aber im Gegensatz zur Mopani hat diese nicht so viel Beiträge. Wie Birgit schon schrieb, hat Tom ja auch große Wurzeln für Aufsitzerpflanzen. Da gibt es das Jungle Wood, welches auch preislich sehr günstig ist. Die Pflanzen und Moose kannst Du ja solange in´s Becken geben, falls die offen sind. Bei Invitro sind diese ja noch geschützt.


    Ich weiß nicht, in welchen Video das auch von Aquaowner benannt war, wo es darum ging, wie am Anfang gedüngt wird. Vielleicht kann Peter pwnano das mal hier verlinken.

  • kettwi  
    Danke dir! Das führe ich mir heute Abend mal zu Gemüte. :

    Eine sehr schöne Wurzel von Tom habe ich schon, aber die füllt die 30l leider nicht.

    Nachdem ich vorhin geschrieben hatte, bin ich kurzerhand zum Fressnapf und habe da noch einen kleinen Drachenstein und zwei kleine Rote Moor-Wurzeln (Ist das eine Bezeichnung für Moorkien?) geholt, die jetzt wässern. Zu lange möchte ich nicht warten, weil ich auch einen Bodendecker dabei habe und den kann ich ja erst pflanzen, wenn die Wurzeln an ihrem Platz sind.

    Olli  
    Beim googeln habe ich hier und da gelesen, dass es giftig für Garnelen sein soll. Und Mopani ist nur eine Unterkategorie von Savannenholz. Savannenholz ist nur eine Bezeichnung für irgendwas, das in der Savanne lag... Alles sehr fragwürdig, aber sicher ist sicher. :saint:

    Ich hätte gerne was anderes genommen, aber außer den Roten Moorwurzeln war alles zu groß für's Nano. Jetzt ist es dafür dann aber einheitlich.

    Stimmt schon, vielleicht werfe ich erstmal alles an Pflanzen einfach rein. :D