Hungrige und kranke Schnecken

  • 20 GH ist schon recht viel. Neocaridina werden das zwar tolerieren, mit weicherem Wasser fühlen sie sich aber wohler und auch Pflanzen wachsen besser. Außerdem gingen mir früher die Kalkränder am Becken gehörig auf den Nerv, die sind dann auch weg ;-)

    Es spricht natürlich nichts gegen eine Haltung auf Leitungswasser, solange das Wasser in Ordnung ist. Wenn du allerdings schon eine Osmoseanlage einsetzt, machst du dir das Leben mit dem Verschneiden unnötig schwer.

  • Die Kalkränder, ja! Was täte ich ohne meine Fingernägel ;)


    Mir widerstrebt es halt, einwandfreies Wasser durch eine Osmoseanlage zu jagen und dann wieder aufzusalzen, was ja auch Arbeit macht, dabei 3 von 4 l entsorgen zu müssen, bzw, als Gießwasser verwenden, was auch wieder Arbeit macht. Vielleicht nehme ich später mal Regenwasser, das könnte ich gleich wieder in die Zisterne laufen lassen.


    Mein Ziel ist auch nicht eine KH von 0, ich möchte es nur etwas niedriger haben.

  • Moderne Osmoseanlagen haben ein Verhältnis von 1:1, oft sogar 2:1 von Nutzwasser zu Abwasser. Ganz soviel entsorgen musst du also nicht. Aufsalzen ist super einfach und viel schneller gemacht als verschneiden mit Leitungswasser.

    Zum Gießen nehme ich das Abwasser allerdings nicht, das ist ja noch viel härter als das Leitungswasser. Die meisten Pflanzen bevorzugen weiches Wasser, bei Zimmerpflanzen sind es so gut wie alle. Ich benutze aber das alte Wechselwasser aus dem Aquarium zum Gießen, das ist reich an Nährstoffen und weich. Meine Pflanzen lieben es und wachsen hervorragend und ich verschwende dieses Wasser nicht.

    Ich lese und höre oft, dass man sich Gedanken wegen Wasserverschwendung durch das Abwasser bei Osmoseanlagen macht. Das ist aber viel weniger dramatisch, als es klingt. Kleine Toilettengänge mit voller Spülung, nicht ganz volle Waschmaschinen oder Geschirrspüler, Autowaschen usw. verbrauchen oft unnötig (unfassbar) viel sauberes Trinkwasser. Industrielle Fleischtierhaltung und Landwirtschaft verbrauchen ebenfalls gigantische Mengen an Wasser. Da lohnt es sich, zuerst bei diesen Dingen umsichtiger zu sein und als Aquarianer*in lieber dem Tierwohl durch sauberes Wasser verpflichtet zu sein.

  • Ja, das klingt plausibel, was du da über die Verschwendung sagst.


    Ich denke jetzt wirklich an Regenwasser, denn das kommt bei uns auch aus der Leitung, wenn auch kupferhaltig durch die Regenrinne (wir haben eine Zisterne für die Klospülung), da würde es mich überhaupt nicht stören, wenn es wegläuft - solange wir genug haben. Wenn nötig, kann ich immer noch auf Leitungswasser umsteigen, wenn der Sommer zu trocken ist. Ich habe sogar noch die Möglichkeit, mir alles so zu installieren, dass ich wenig Arbeit habe (extra Anschluß und sowas), aber noch ist es nicht soweit. Hoffentlich bald.

  • Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob ich dich missverstehe.


    Die Osmoseanlage benutzt du für dein Leitungswasser, da wird dann alles gefiltert. Ich bin davon ausgegangen, dass du das Regenwasser aus der Zisterne direkt nutzen willst. Möchtest du dieses Regenwasser auch durch die Osmoseanlage laufen lassen? Dann wäre das okay. Osmoseanlagen benötigen jedoch einen gewissen Wasserdruck um effektiv zu arbeiten, sonst verschlechtert sich das Verhältnis von Abwasser zu Osmosewasser und es dauert auch viel länger. 1,5 bis 2 Bar sollten das schon sein. Funktioniert das mit der Zisterne?

  • Nein, ich dachte daran, das Regenwasser durch die Osmoseanlage zu schicken, um da eventuelle Schadstoffe rauszufiltern, den Tipp fand ich da:
    https://www.drta-archiv.de/osmose/


    Ich weiß nicht, wie stark der Druck ist, aber das Wasser wird mittels einer Pumpe über das Hauswasserwerk aus der Zisterne gepumpt und wenn ich am Außenwasserhahn einen Schlauch anschließe, dann spritzt das ganz schön. Drum dachte ich, dass das reichen müsste.