Bodengrundwechsel

  • Hallo zusammen!


    Ich bin neu hier und hoffe, die eine oder andere Idee zu bekommen, oder Ratschläge oder Verbesserungen :S


    Vorab eine mehr oder weniger kurze/lange Vorgeschichte um eventuelle Fragen direkt zu beantworten:

    Seit zwei Wochen bin ich nun für 18 Neocaridinas verantwortlich (welche zugegebenermaßen recht schnell eingezogen sind).


    Ich hatte mit meiner Tochter kleine Feenkrebse gezogen und diese kamen nun an ihr Lebensende (bis auf die letzten 10 „Harten“ die jetzt in einer WG mit den Nelchen wohnen - sehr friedlich übrigens wen es interessiert)


    Als absehbar war, dass unsere Feen nicht mehr lange da sind, wollte ich das Aquarium aber nicht direkt wieder abbauen, da ich ziemlichen Spaß daran entwickelt habe. Und ja, unsere kleinen Urzeitkrebse durften bei uns in einem voll eingerichteten Aquarium leben ;)

    So kam ich nun also zu den Nelchen. Zwar hatte ich einiges gelesen, aber manches lernt man eben doch erst by doing.


    Dazu gehört, dass mich inzwischen der weiße Boden nicht mehr so anspricht. Vielleicht weil man halt direkt jedes bisschen dreck sieht oder vielleicht auch, weil ich finde, dass die Farben der Nelchen und Pflanzen nicht so rauskommen. Wie auch immer.

    ich liebäugel mit einem schwarzen Bodengrund, allerdings will und kann ich nicht parallel zu diesem ein zweites aufsetzen und einfahren.

    Kann man einen Bidengrundwechsel im laufenden Betrieb machen?


    Auch würde ich gerne einen künstlichen Felsen durch Natursteine ersetzen. Diese hätten allerdings das Wasser auf, so dass ich da wieder mit den Wasserwerten schauen muss. Eventuell statt Leitungswasser doch wieder wie bei den Feen mit Regenwasser auffüllen?


    Oder sind solche Umbaumassnahmen nur möglich bevor ein Aquarium eingefahren wird?


    Ich danke allen für Ideen und Ratschläge!


    LG, Nova

  • Das wäre natürlich super. Ich habe/hatte etwas Sorgen wegen der guten Bakterien die sich im Boden ja angesiedelt haben und dann fehlen. Muss ich dann das Wasser aufwerten?

    Könnte ich nach dem Tausch auch direkt die Steine statt des künstlichen Felsens einsetzen? Oder sind das zu viele Veränderungen auf einmal und es käme dann einem neuen Einfahren gleich? Oder heißt es nur einfahren wenn das Wasser sich mit Bakterien/Algen/Werten einpendeln muss? Weil das Wasser könnte ich ja auffangen und dann wieder ins Becken geben.

    Allerdings muss ich dann davon ausgehen, dass sich die Pflanzen erstmal akklimatisieren müssen und somit die Wasserwerte doch überwachungsbedürftig sind?


    Ich habe nämlich plötzlich eh schon Probleme mit Nitrat und weiß nicht genau woher es kommt. Dazu schreibe ich aber woanders einen anderen Threat sobald meine Kinder mir Zeit dafür lassen 😂

  • Vielen Dank Birgit,


    Ich habe da schon welche im Auge. Die hätten auf. Das finde ich aber für Neocaridinas nicht so schlimm und kommt mir sogar etwas entgegen, weil ich gerne (zumindest zum Teil, falls nicht ganz möglich) mit Regenwasser aus der Zisterne die Wasserwechsel vornehmen möchte.

    Bisher hatte ich damit sehr gute Wasserwerte, seit ich Leitungswasser nutze gehen bei mir die Nitratwerte sehr hoch, woran ich jetzt als Nächstes dringend arbeiten muss, da ein zweitägiger Teilwechsel nicht in meinem Sinne ist und ich den Stress auch nicht möchte für die kleinen.

    Wahrscheinlich müssen einfach noch mehr Pflanzen her.

  • Wenn die Steine aufhärten, bekommen die Garnelen bei jedem Wasserwechsel Stress:

    Über die Woche verändern sich die Wasserwerte. Das Wechselwasser ist weicher und mit diesen Schwankungen kommen Garnelen nicht gut zurecht.


    Wenn es mit dem Regenwasser bis dato gut funktioniert hat, verwende es weiter und passe die Werte mit einem Garnelensalz an.

    Dann hast du im Aquarium und im Wechselwasser die gleichen Werte. Vorausgesetzt, die Steine härten nicht auf.

  • Die Kunststoffbox kann auch ein Eimer oder jedes andere Behältnis sein, das groß genug ist. Wichtig ist nur, dass dieses absolut sauber ist und noch nie Berührung zu irgendwelchen Chemikalien wie Reinigungsmittel hatte. Der bisherige Filter muss in der Zeit des Umbaus am bzw. im Ersatzbehälter weiterlaufen, damit die Bakterien nicht geschädigt werden. Diesen vorher auch nicht reinigen.

    Kannst 1/2 das alte Wasser nehmen und 1/2 neues Wasser geben.

    Das bringt nichts, im Wasser sind praktisch keine guten Bakterien drin. Frisches Wasser, das passende Werte zum alten Beckenwasser hat (GH, KH, pH), ist da viel besser. Auch auf die gleiche Temperatur achten!


    Wenn das Ersatzbehältnis inkl. aller Pflanzen und Tiere mit Filter läuft und beleuchtet wird, kann man sich etwas mehr Zeit mit der Neueinrichtung lassen. Als Bodengrund würde ich einen wasserneutralen, nicht zu feinen Garnelenkies in einer dunklen Farbe nehmen (dann bekommen die Garnelen eine intensivere Farbe). Soil ist zwar ebenfalls hervorragend, benötigt aber Einfahrzeit um seine Aggressivität zu verlieren.

  • Vielen Dank für deine Erklärung.

    Ich habe mich für schwarzen Sand der Körnung 0,7-1,2mm entschieden.


    Wieviel Zeit bei der Einrichtung hattest du denn im Sinn? Meintest du Stunden oder eher Tage?


    Wenn die Pflanzen alle wieder eingesetzt werden, dann bringen diese doch sicherlich durch Belege auf den Stielen und Blättern auch einige gute Bakterien wieder mit rein oder?

    Kann man alternativ einen Wasseraufbereiter einsetzen?

    Ich nutze bisher nur einen Schwammfilter, da die Feen vorher keine Strömung mochten, nun denke ich darüber nach meinen Aussenfilter meines Nanos in Betrieb zu nehmen (nicht alles zeitgleich, es leben auch noch ein paar Feenkrebse die auf ihre alten Tage nicht noch gestresst werden sollen), würde das eventuell auch helfen?

  • na sagen wir mal, ich würde eher zu kürzer als länger tendieren. Ich würde mir alles zurecht legen und dann das Becken leeren und entsprechend einrichten. Die Tiere sind dann ja mit laufendem Filter im "Kunststoffbecken" eigentlich gut unter gebracht.

    Das neu einrichten sollte ja dann in ein paar Stunden erledigt sein, dann kannst du die Tiere usw. ja wieder zurück setzen.

  • Das hängt in erster Linie davon ab, wie groß der Ersatzbehälter ist. Alles über 10 Liter kann durchaus über Tage oder sogar Wochen für Zwerggarnelen genutzt werden, wenn man die Einrichtungsgegenstände, Pflanzen und Filter mit dahin übernimmt. Darauf sitzen die Filterbakterien. Ein wöchentlicher Wasserwechsel von mindestens 50% ist natürlich Pflicht, je kleiner der Behälter desto größer sollten die Wechsel ausfallen.


    Man kann so sogar eine neue Einfahrphase realisieren und damit auch z.B. Soil einsetzen. Es wäre dann ratsam, den neuen Filter (oder auch nur Filterschwamm) zusammen mit dem alten für mindesten eine Woche im Übergangsbecken zu betreiben und dann im neu eingerichteten Becken zu nutzen. Wenn man das neue Becken täglich minimal füttert, entwickeln sich dann dort schneller eine Bakterienfauna.