Wiedergeburt der Spitzschlammschnecken

  • Ich war gestern sehr überrascht, als ich in mein 50 Liter Becken geschaut habe, denn eine Schneckenart, die vor 11 Monaten in meinen Augen ausgestorben war, tauchte wieder auf. Ich hatte noch vor 12 Monaten mit der Züchterin Katja über die Spitzschlammschnecken viel geschrieben, was die Haltung, das Füttern und das vereinzelte Sterben anbelangt. Dabei hatte ich aber noch über 30 Spitzschlammschnecken im Becken. Dann ging es ganz schnell. Innerhalb eines Monats waren alle Schneckenhäuser der Spitzschlammschnecken leer bzw. man hat hier und da die Garnelen fressen gesehen. Die Garnelen sind da nicht zimperlich, denn wenn die Schnecken anfangen zu stinken, gibt es kein Halt mehr. Dann ein paar Wochen später fand ich immer mehr leere Gehäuse der Noppen Turmdeckelschnecken und fragte bei Tom nach, woran das liegen könnte, da alle anderen 10 Schnecken mit festen Fuß wie die Anthrazit-Napfschnecken oder die Zebrarennschnecken fit waren und bis heute noch da sind. Da sagte mir Tom, dass es passieren kann, wenn sehr viele Garnelen im Becken sind, sich die Schnecken eindeckeln und notfalls verhungern. Diese fangen an zu stinken und zack wird die ausgelutscht. Das habe ich dann so hingenommen. Vereinzelt habe ich mal hier und da eine Nöppi gesehen, ansonsten waren da nur noch leere Gehäuse auf dem Bodengrund, welche ich nicht rausgeholt hatte, da sich die Gehäuse eh mit der Zeit auflösen.


    Vor 3 Wochen bemerkte ich dann, dass die Nöppis sich wieder ordentlich vermehren und dabei hat sich bei meiner Fütterungsmenge nichts verändert. Das Einzige, was ich zusätzlich auf den Speiseplan geholt habe, war vor 5 Wochen das GT essentials - Moringa Oleifera, welches die Tiere alle 10 Tage erhalten. Ich dachte mir nur, welcome back im Biotop und zeigte denen ein Selbstverteidigungskurs auf Video.


    Gestern dann sah ich auf einmal eine mini Turboschnecke und dachte mir, dass das keine TDS ist, denn ich kenne deren Bewegungsabläufe. Mit der Lupe wollte ich mir die anschauen, aber die war zu klein dafür. Dann habe ich die Handykamera geholt und stark vergrößert. Es ist die Spitzschlammschnecke und heute habe ich ganz viele davon gesehen :) Ich war total baff, denn die war seit 11 Monaten gar nicht mehr da. Ich hatte noch mein Video, welches ich vor ein paar Wochen aufgenommen hatte, angeschaut. Zumindest habe ich nie eine gesehen, denn die werden ja schon sehr groß. Da hat sich 11 Monate ein Erbmaterial versteckt und hat wie die Nöppis Frühlingsgefühle 8|


    Ich hatte noch Tom angerufen und Katja per Whatsapp angetickert. Beide meinen, dass sich da eine Schnegge wohl sehr lange versteckt hat in dem Dschungel. Die Survivalfähigkeiten sind schon beachtlich :) Na dann auf zum Biobauer und Spinat und Kohlrabiblätter kaufen :)