Osmoseanlage gesucht

  • Hallo zusammen,


    ich habe ein 190L Aquarium, für welches ich eine Osmoseanlage suche.


    Leider habe ich keinerlei Erfahrungen mit Osmoseanlagen, daher habe ich folgende Fragen:


    Welche brauche ich?

    Wie stelle ich dort die Wasserwerte ein?

    Auf was muss ich beim Kauf achten?

    Wo bewegt man sich da preislich?

    Was für Unterhaltkosten kommen da auf einem zu? (wie z.B. be einer CO² Anlage, dass immer alle paar Monate eine Füllung benötigt o.ä. (evtl. Strom oder Wasserkosten spielen keine Rolle)


    Weitere Fragen werden sicherlich noch aufkommen.


    Ich freue mich über eure Antworten.


    Gruß

    Schuetti83

  • Hallo,


    Es kommt darauf an, was du ausgeben möchtest.

    Bei der Größe an Becken, macht es meiner Meinung nach Sinn, eine etwas "größere" Anlage zu holen.

    Ich hab eine 5 Stufen Anlage mit 400GPD (~1500ltr/Tag) und Druckerhöhungspumpe von PURWAY mit nachgeschaltetem Mischbettharz-Filter, der die restlichen Silikate komplett rausfiltert, Leitwert ist dann bei 0.

    Das Reinwasser - Abwasser Verhältnis liegt bei 1:1 - 1:1,5 je nach Temperatur des Leitungswassers.


    PUR Booster 5 Stufen Direct flow


    Ich habe sie jetzt seit ca 1 1/5 Jahren und bin sehr Zufrieden mit ihr.


    Unterhaltskosten sind halt die Filterpatronen.

    Ich muss auf Grund unseren schlechten Leitungswassers alle 3 Monate die Vorfilter wechseln, die Membrane habe ich bis jetzt vorsorglich einmal gewechselt.


    Die Wasserwerte nach der UO-Anlage und dem Mischbettharz-Filter liegen bei LW 0, GH 0, KH 0 und pH unter 5,5.

    Das Reinstwasser wird dann mit Aufsalzen z.B. Bee Shrimp Mineral oder dem Liquid, beides bei Tom erhältlich, auf die erforderlichen Werte eingestellt, Anleitung dazu gibt es zu den Salzen mit.

    Den pH kannst du dann mit KH Up Liquid, auch bei Tom erhältlich, auf den erforderlichen Wert hoch holen.

  • Bei der Aquariumgröße würde ich eine Anlage mit mindestens 570 Liter Tagesleistung kaufen, je nach Ausgangswasser müsstest du noch über einen MBHF nachdenken, zusätzlich kommen Natürlich noch die Kosten zum aufhärten hinzu, außerdem würde ich ein Leitwertmessgerät empfehlen. Ein Fass oder ähnliches zum Wasserauffangen und aufsalzen macht Sinn. Laufenende kosten fallen eigentlich nur für Filterwechsel (alle 6 bis 12 Monate), Membranwechsel (alle 12 bis 24 Monate), ggf. Harz und Mileralien zum aufhärten an.


    Wir befüllen beim Wasserwechsel gleich wieder unsere Eimer mit frischen Osmosewasser, dann kommt ein Deckel drauf und wir stellen sie beiseite. So haben wir fürs nächste mal gleich Wasser da bzw. können auch sofern es notwendig ist sofort reagieren. Wir haben immer 45 Liter frisches Osmosewasser da und härten es unmittelbar vor dem Wasserwechsel auf.


    Kaffee, Tee und auchnmit Sodastream zubereitete Getränke werden zustätzlich mit Osmosewasser getrunken.

  • Hallo zusammen,


    danke für die Antworten.


    Was ist MBHF?


    Ich würde die Osmoseanlage in der Waschküche im Keller anbringen, dort könnte ich auch eine Regentonne hinstellen, wo ich das Osmosewasser lagern könnte, welche ich dann anschließend mit einem Deckel schließen würde.


    Wie mache ich denn am besten ein WW?

    Soll ich im Fass aufhärten oder im Eimer oder im Aquarium?


    Derzeit betreibe ich das Aquarium mit Leitungswasser, was auch gut funktioniert. Dort würde ich dann 5L rausnehmen in einen Eimer und dann die Garnelen (42 Stück) lagern und dann das AQ leeren und mit Osmosewasser neu befüllen und dann die Ganrlene neu eingewöhnen. Logisch oder nicht logisch?


    Gruß

    Schuetti83

  • Hallo Schuetti83


    MBHF ist ein Mischbettharzfilter


    Du zapfst dir dein gelagertes Osmosewasser in einen Eimer und darin salzt du auf.


    Du kannst die Umstellung auf Osmosewasser z. B. in Etappen fahren. Mit dem üblichen Wasserwechsel füllst du dann halt mit Osmosewasser auf. Ich würde das langsam angehen lassen (z. B. über dünnen Schlauch), damit sich deine Racker an das "neue" Wasser gewöhnen können.

    Das könntest du z. B. Über ein paar Tage (30-30-40 %) machen.


    Das wäre jetzt meine Idee dazu.

    Die Nelen würde ich deshalb nicht extra aus dem Becken nehmen.


    LG Christiane

  • MBHF = Mischbetthartfilter, damit kannst du dann auch Silikat aus deinem Ausgangswasser Filtern, wir nutzen bisher keinen MBHF, bei uns reicht die Osmoseanlage aus um gutes Wasser zu erhalten, der Silikattest zeigt im Osmosewasser nichts an.


    Je nachdem wie groß das Fass ist und wieviel Wasser daraus verwendet wird könntest du direkt im Fass aufhärten, wir härten nur immer so viel auf wie wir auch nutzen.


    Ich würde das Wasser nach und nach beim Wasserwechsel auf Osmosewasser umstellen, ich denke das ist die einfachste Methode. Das Wechselwasser auf den Leitweit bzw Wasserwert einstellen den du am Ende haben möchtest und dann beim Wasserwechsel verschneiden. Nach einigen Wochen hast du dann dein Aquarium über den Wasserwechsel auf Osmosewasser umgestellt.

  • Die Kleinen kannst du im Becken lassen.


    Als ich auf Osmose umgestellt hab, habe ich ganz normal meinen Wechselintervall gefahren, also wöchentlich, mit dem einen Unterschied das ich mit 20/20/40, in etwa wie Christine vorgeschlagen hat, den Wasserwechsel durchgeführt habe.


    Ab der vierten Woche bin ich dann zu meinem normalen Intervall zurück gekehrt, also 50/50/90.


    Aufsalzen wie von Christine schon erwähnt.


    Für das Wechselwasser habe ich mir 5x 20ltr Kanister(ibä) und ein 60ltr Getränkefass(Baumarkt) besorgt, das lagere ich dann ein paar Tage vor dem Wasserwechsel in der Wohnung, damit es Raumtemperatur von ~23°C bekommt, weil direkt aus der UO-Anlage ist es ~15°C und das ist viel zu kalt.

    Ich verwende keine Heizung in meinen Becken.

    Du kannst es auch mit einem großen Heizstab auf die benötigte Temperatur bringen.

  • Hallo zusammen,


    danke für die Antworten.


    Gibt es noch mehr Vorschläge bzgl. der Anlage, außer der "PUR Booster"?


    Es wäre so ein Regentonnenfass, würde ich neu kaufen, denke dort passen 80-100L rein. zum Aquarium würde ich dieses dann über Eimer transportieren.


    Wenn ich, wie von euch beschrieben, den Wasserwechseln durchführen werde, dann ändern sich bereits die Werte im Wasser und man hat ja eine Überschneidung mit dem Leitungswasser. Ich habe hier nun öfters gelesen, dass man nicht überschneiden soll....?!?


    Gruß

    Schuetti83

  • Hi Leute,


    ich weiß, ich fange wieder damit an... aber wieso nach 12 Monaten oder 18 Monaten etc.... die Membrane wechseln? Woran macht ihr das fest? Solange der Leitwert sich nich rührt... gibts keinen Grund die Membrane zu wechslen, aus meiner Sicht!


    Schuetti83 : Du schreibst im Verlauf des Threads das du momentan Leitungswasser benutzt und es gut klappt... wenn es gut klappt, wieso willst Du dann wechseln?

    Vieleicht reicht ja aus Sicherheitgründen auch nur ein gesinterter A-Kohle Filter? zb. sowas:


    https://shop.purway.de/KOMPLET…rfilter-Pumpenfilter.html


    Ansonsten die von Marco Z. empfohlene Anlage ist wirklich gut, und von Preis/leistung her wirklich spitze!. Purway generell kann man sehr empfehlen. Den von mir verlinkten Wasserfilter habe ich bei mir 3x im haus im Einsatz, wechsele jährlich die Einsätze.

    Liebe Grüße



    Christian




    Fanatischer 90 Prozent Wasserwechsler!


    Der Aquarienvirus infiziert auch DICH!

  • Wenn ich, wie von euch beschrieben, den Wasserwechseln durchführen werde, dann ändern sich bereits die Werte im Wasser und man hat ja eine Überschneidung mit dem Leitungswasser. Ich habe hier nun öfters gelesen, dass man nicht überschneiden soll....?!?


    Gruß

    Schuetti83

    Dein Ziel ist es ja auf Osmosewasser umzusteigen, von daher macht es schon Sinn das Wasser auf diese Weise zu verschneiden.


    Du verwechselst da gerade etwas, bei dem, wovon du gelesen hattest, war ja meist die Rede davon, die schlechten Wasserwerte durch das verschneiden von Osmosewasser zu verbessern.

  • Schuetti83 Ja das ist richtig, man sollte nicht Osmosewasser mit Leitungswasser "verschneiden", aber in deinem Fall ist das anders.

    Du stellst dein laufendes Becken dann auf aufgesalzenes Osmose um, und vermischt nicht das frische Osmosewasser mit evtl belastetem Leitungswasser.


    Bei den kommenden Wasserwechsel mit aufgesalzenen Osmosewasser, wird quasi das im Becken befindliche "Leitungswasser" rausgeholt.

    Ich hoffe das einigermaßen verständlich Erklärt zu haben ?


    Es gibt sicherlich noch andere UO-Anlagen von anderen Anbietern.

    Als ich damals selber auf Suche war, fand ich diese von PURWAY einfach vom Preis/Leistung die Beste, zudem ist sie auch noch Computer gesteuert, das heißt sie spült die Membrane eigenständig nach einer gewissen Zeit und zeigt an, wann die Vorfilter getauscht werden sollten.

    Ich benutze sie aber nicht nur für meine Aquarien, sondern auch für den Kaffee, oder Wasserkocher, seit dem ist das Entkalken Geschichte, und der Kaffee oder Tee schmeckt einfach besser, auch kaufe ich kein Wasser mehr, sondern trinke seit dem Osmosewasser.


    Mark Brandis Ich habe meine Membrane nur Vorsorglich gewechselt, wäre allerdings nicht nötig gewesen wie ich in nach hinein dann festgestellt habe, mein Problem damals lag ganz wo anders, das ist mittlerweile augenscheinlich gelöst.

  • Schuetti83 Ich hab meine unter der Spüle stehen, also nicht an die Wand montiert, aber das ist jedem frei gestellt ;)


    Und ich gebe dir da zu 100% Recht, durch Osmose wird einem eine weite Bandbreite in der Garnelenhaltung eröffnet.

    Ich spiele mit dem Gedanken, in meinem aktuellen Drystart Becken Pinto Skunks Backline zu pflegen.

    Man ist einfach flexibler :thumbsup:

  • Hi Leute,


    Schuetti83 okay, das ist ein Grund den ich verstehen kann, dann macht die Osmoseanlage Sinn, :thumbup:


    Ich dachte nur erst, wenns läuft, warum wechseln?


    Ich habe meine im Keller an der Wand befestigt, und fülle damit ein 200 Liter Fass, von dem Pumpe ich über in ein 300 Liter Fass und salze darin dann auf, habe so immer ca.300 Liter fertiges Wasser und 200 Liter Osmosewasser bereit. Ich benutze das SaltyBee Premium KH/GH, demnächst das neue Prism von Roland Lück.


    Habe auch sehr gute Erfahrungen mit den Salzen von Drak Aquaristik.


    Falls Du vorhast das fertige Wasser händisch ins Becken zu geben anstatt zu Pumpen empfehle ich dir eine Gießkanne, ist viel leichter zu händeln als Eimer.

    Liebe Grüße



    Christian




    Fanatischer 90 Prozent Wasserwechsler!


    Der Aquarienvirus infiziert auch DICH!

  • hi zusammen,


    also ein Fass (200l) in den Keller stellen findet meine Regierung nun doch nicht mehr so witzig, da es ihr den Platz für Wäscheständer wegnehmen würde. Kompromissbereit wie ich bin, haben wir uns auf Kanister geeinigt. Diese haben dann 20-30l. Könnte ich dort drin aufsalzen und die Kanister dann nach und nach ins Aquarium geben oder würde sich die Wasserwerte dann ändern ?


    In meiner Welt nicht, da ja alles den gleichen Wert hat, sollte also gehen, oder?


    Gruß

    Schuetti83

  • Moin,

    ich nutze auch 10l Kanister für das Osmosewasser. Aufgesalzen wird das Wasser im Kanister vor dem Wasserwechsel mit Hilfe einer digitalen Feinwaage. Dann wird der Kanister noch kräftig durchgeschüttelt und danach das Wasser vorsichtig ins Becken geschüttet. Reines Osmosewasser ins Becken zu kippen ist nicht der beste Weg, je nach Litterzahl könnte der osmotische Druch sich zu sehr unterscheiden, was den Mitbewohnern zum Verhängniss werden könnte.


    LG Thomas

  • Ich mache wie wahrscheinlich die meisten meinen WW mit einem 10 Liter Eimer. Also altes Wasser raus aus dem Aquarium und dann in dem Eimer 10 Liter Osmosewasser. Dazu das Salz GH+ bis ich LW 300 habe und noch 1ml KH Up für 1°KH. Und dann ins Becken damit. Fertig!!!!!!!!!!!!!!!

    Um verdunstetes Wasser nachzzfüllen, messe ich vorher den LW und nehme dann nur Osmosewasser oder salze kurz auf.

    Gruß Horst;)



    30L Nano Cube mit Blue Dream, 30L Nano Cube mit orange Sakura und Rilis, 125L Becken mit Taiwaner