Blog-Artikel

    In diesem Blog möchten wir euch das Thema Schnecken nahebringen und die gängigsten Fragen mal beleuchten. Dabei hilft uns bei den Fragen Alexandra Behrendt, die sich mit der Welt der Schnecken bestens auskennt.


    Alexandra Behrendt beschäftigt sich seit den 1990ern mit der Aquaristik, vom Gesellschaftsbecken zur Diskuszucht und blieb bei den Schnecken seit den 2000ern kleben. Sie ist Mutter, Masseurin und Autorin, sowie Fachbeirätin beim Dähne Verlag, Mitglied des AKWB, den Black Forest Shrimps, bekannt durch Vorträge und den beliebten Workshops für Kids. Und dieses Jahr wird sie ein halbes Jahrhundert alt.


    Ihre Homepage findet ihr unter: www.aquarienschnecken.de


    Wenn ihr später noch mehr wissen wollt, dann findet ihr Alexandra Behrendt auch in der Fachliteratur, was sehr lesenswert ist. Sie veröffentlichte folgende Bücher: Aquarienfibel für Kids (ISBN: 9783935175555), Schnecken im Aquarium (ISBN: 9783935175982) und hat in anderen Büchern im Schneckenbereich mitgewirkt.



    DucKett: Hallo Alex, vielen Dank, dass Du Dich für unsere Fragen zur Verfügung stellst. Wie kamst Du persönlich auf die Idee, Dich mit den Schnecken auseinander zu setzen? Was fasziniert Dich dabei?


    Alex: Hallo, danke für eure Anfrage. Ich stehe immer gern schneckentechnisch zur Verfügung. Der Aquaristik frönte ich schon lange, als ich eines Sommerabends, nachdem das Licht beim Diskusaquarium ausgegangen war, eine Unmenge an Schnecken, die Scheibe hochkriechen sah. Mir war vorher nicht bewusst, dass derlei Tierchen im Aquarium vertreten waren. Wo kamen sie her, wie vermehrten sie sich, wo hatten sie sich versteckt, ich war und bin fasziniert. Das war der Anfang, nun begann das Recherchieren und der Aufbau einer großen, weltweit sehr gut frequentierten Schneckenseite. Viele Jahre, viele tausende Stunden steckten in ihr. Damals gab es noch nichts, bzw. kaum etwas im Internet zu lesen. Mir lag es daran Informationen zu finden und dann zur Verfügung zu stellen, die etwas Licht ins Dunkel bringen. Der aktive Beginn war 2002.


    DucKett: Welche sind Deine Lieblingsschnecken und wie viel Aquarien mit Schnecken hast Du?


    Alex: Lieblingsschnecken, schwierig, das kann ich so nicht beantworten. Es gibt nur eine mit der ich mich nicht so ganz anfreunden kann, die ich zwar sehr interessant finde, aber nicht gerne halte. Das ist die carnivore Raubschnecke Hatte ich aber auch schon zur Beobachtung über längere Zeit. Bei den Aquarien habe ich stark abgebaut. Momentan stehen mir ein klassisches 60er Eheim, ein angefertigtes von 1,20m x0,20 x0,25, 6 Fluval spec 3 und 3 Dennerle Cubes zur Verfügung.


    DucKett: Besitzt Du auch andere Wasserbewohner?


    Alex: Ja, sicher. Aber auch nicht mehr viel Unterschiedliche, da die größeren Becken alle aussortiert wurden. Ich habe noch Orientkärpflinge (Aphanius mentos), Guppys (Poecilia) und Neocaridina.


    DucKett: Wie setze ich eine neu erworbene Schnecke schonend ins Becken?


    Alex: Bei mir hat sich es bestens bewährt, die Schnecken auf ein vorher festgemachtes Stück Styropor zu setzen. Das Styropor ist so befestigt, dass es direkt an der Wasseroberfläche anschließt. Die gesunden Tiere klettern nach eigenem Ermessen in das Wasser. Tote oder sehr schwache Tiere bleiben auf der Unterlage liegen. So kann man die verendeten aussortieren ohne dass sie das Wasser belasten und sich überlegen, was man mit den schwachen Schnecken macht. Extrasetzen und aufpäppeln zum Beispiel. Dieser Vorgang dauert, je nach Gesundheit der Tiere oder Unterschied der Wasserwerte, zwischen 2 Minuten und 6 Stunden oder länger.


    DucKett: Können Schnecken ertrinken? Zum Beispiel, wenn ich Schnecken einsetze, die nur in einem Feuchten Tuch verschickt werden?


    Alex: Nein, natürlich ertrinken Schnecken nicht.


    DucKett: Welche Schnecken sind besser oder schlechter als Erstbesatz geeignet?


    Alex: Es kommt darauf an, was man von den Schnecken möchte, bzw. wie sehr sie sich vermehren dürfen/sollen. Geeignet sind die Klassiker wie Posthornschnecken, nicht die Einheimischen, Blasenschnecken und Turmdeckelschnecken. Gerade Posthornschnecken stecken so einiges weg, was die Stabilität der Wasserwerte angeht. Schlecht geeignet sind Schnecken die besondere Ansprüche haben, oder gegen Störungen anderer Aquarienbewohner anfällig sind. Es gibt auch Schnecken, die in meinen Augen gar nicht geeignet sind und trotzdem immer wieder im Verkauf landen, wie Stachelige Turmdeckelschnecke (Brotia pagodula), oder Muschelschnecke (Septaria sp.)


    DucKett: Kann man Schnecken bereits vor dem Nitrit-Peak ins Becken setzen?


    Alex: Das würde ich grundsätzlich unterlassen, denn Nitrit ist auch für Schnecken giftig. Vielleicht kann dies ein versierter Aquarianer tun, der das Verhalten der Schnecken einordnen kann und weiß was es bedeutet, wenn sie plötzlich alle aus dem Becken krabbeln wollen, oder unbeweglich auf dem Bodengrund liegen. Ich halte dies und den Rat dies zu tun für unverantwortlich.


    DucKett: Gibt es einen Richtwert, wie viele Großschnecken wie z. B. die Anthrazitschnecke oder Rennschnecke man in ein Aquarium

    Weiterlesen

    Habe gerade gelesen, das Algen Nitrat zum wachsen brauchen. Vielleicht habe ich deshalb keine; kleine Becken, Filter und große Wasserwechsel mit absaugen. Aber das so gar keine Algen da sind, ist schon komisch. Die Moose wachsen doch auch. :/

    Weiterlesen

    Heute ist wieder ein kleines Paket von Tom gekommen.

    Vier Green Jade für mein Neo-Mix-Becken. Als ich noch etwas Transport-Wasser aus der Schüssel gekippt habe, habe ich meinen Finger davor gehalten, damit keine Garnele mit raus flutscht. Eine kam gleich an und knabberte an meinem Finger. Süß! Ich dachte die würden voll die Panik schieben, weil es Wildfänge sind. Aber sie sind ziemlich relaxt. Schwimmen aber aktiv herum, also alles gut. Das neue Futterrohr ist dünner als das alte und aus Glas :huh: Nicht so gut. Da habe ich wohl bei der Bestellung gepennt. Mal sehen, ob es damit funktioniert. Und ich habe mir Easy-Life-Profitio, den Universaldünger bestellt. Immer nur ein paar Tropfen Tagesdünger wie bisher, ist vielleicht nicht ausreichend, für meine neue Wasserbanane und den Kongofarn. Bin gespannt, ob damit ein Unterschied beim Wachstum festzustellen ist.

    Weiterlesen

    Huminstoffe kommen in der Natur überall vor und sollten auch im Garnelen Aquarium nicht fehlen.


    Huminstoffe senken den Keimdruck und wirken leicht antibakteriell und fungizid. Bakterien und Pilze finden kein günstiges Milieu vor in dem sie sich ungehemmt vermehren können. Huminstoffe fördern die Immunabwehr und Stressresistenz indem sie -ähnlich wie eine Impfung- die körpereigenen Mechanismen aktivieren. Die Mineralstoffaufnahme wird verbessert und die Darmwand wird geschützt. Durch einen gesunden Magen-Darm-Trakt können die Tiere die Nahrung optimal zerlegen und aufnehmen. Dies alles trägt unmittelbar zum Wohlbefinden und gesteigerter Agilität bei. Auch ist bei Fischen festgestellt worden, dass sie sich besser vermehren und länger leben.


    Auch die Wasserpflanzen profitieren davon. So wirken Huminstoffe als natürlicher Chelator und erhöhen so die Verfügbarkeit wichtiger Pflanzennährstoffe. Die Abbauprozesse im Bodengrund werden verbessert, sodass hier Nährstoffe einfacher zur Verfügung stehen. Auch das Algenwachstum wird, nicht zuletzt durch das verbesserte Pflanzenwachstum, gehemmt.


    Garnelen beim Abweiden von Mikroorganismen und direkte/ indirekte Aufnahme von Huminstoffen



    Es gibt aber auch die teuren Konzentrate aus Flaschen oder die pulverförmigen Gebinde mit der Bezeichnung Humin- und Fulvosäuren, was bedeutet, dass unterschiedliche Zersetzungs- bzw. Säurestufen an Huminstoffen vorhanden sind. Woraus dieses Konzentrat besteht kann man nicht sagen, da keine näheren Angaben gemacht werden. Huminsäure findet man auch in Braunkohle, Torf oder Humus.


    Bei Konzentraten findet man häufig folgende Produkteigenschaft: stabilisiert den PH-Wert und schützt vor einem pH-Sturz. Es ist richtig, dass Huminstoffe als Puffersystem wirken können. Genau wie z.B. der Phosphatpuffer in unserem Körper das Blut auf einem pH von 7,4 hält, puffern Huminstoffe auch um einen bestimmten pH-Wert, der sich in dem Fall im sauren Bereich befindet. Wo genau, lässt sich leider nicht vorab bestimmen, da es keinen fixen Wert gibt.


    Wo mehrere Puffersysteme zusammenwirken, ist das Ergebnis nur dann rechnerisch ermittelbar, wenn man alle Parameter kennt. Die kennt man aber in einem komplexen, also biologischen und nicht synthetischen Medium natürlich nicht. Hier muss man also messen, welcher Puffer sich durchgesetzt hat oder was unterm Strich dann rauskommt, und wie stabil die Pufferung ist. Und das als normaler Aquarianer zu messen, ist nicht so einfach bis unmöglich. Das heisst, die häufig genannte Kombinationen mit einem reinen Aufhärteprodukt für die GH und einem Huminpräperat als Puffer, garantieren keine Stabilsierung in einem pH-Wert von 6 oder darüber, was für unsere Garnelenhaltung gewünscht ist. Er kann sich durchaus bis zum pH 3-4 einpendeln, was für unsere Garnelen tödlich sein kann.


    Wenn man liest, dass Humine z. B. den pH dauerhaft z. B. bei pH 6,0 stabil halten, stimmt es nicht, denn es sind noch andere Bausteine, die mitwirken. Ein Aquarium besteht halt nicht aus 3 oder 4 mitwirkenden Protagonisten, sondern es sind eher 3.000-4.000.


    Dann gibt es noch die Torffilterung. Man bekommt das Substrat auch in Form von gepressten Kügelchen. Torf fungiert auch als Ionentauscher, somit wird ein Säuresturz aufgehalten, aber in welchem pH-Bereich letztlich gepuffert wird, lässt sich nicht vorhersagen, aber auch hier kann es niedrige pH-Werte geben. Des Weiteren gibt es noch als Puffersysteme das Karbonatsystem. Etwas KH verhindert den gefürchteten Säuresturz so lange, bis die KH verbraucht ist.


    Bei CO2 ohne KH sinkt der pH auch und das Risiko einen pH-Sturzes ist erhöht.


    pH Pufferung, sicherere Variante:


    Solange Karbonate im Becken vorhanden sind, kann es nicht zu einem Säuresturz kommen. Insofern ist eine geringe Zugabe von KH up oder ähnlichen Produkten bis zu einem Wert von KH 0,5-2 sinnvoll und wirkt sich auch nicht negativ auf die Garnelen aus. Allerdings kann die KH durch Nitrifikation, durch Soil-Bodengründe oder auch den Einsatz von Torf verbraucht werden. Wenn der pH Wert sicher gepuffert werden soll, ist der Einsatz von pH safe sinnvoll. Näheres zu dem ph safe findet ihr hier als Produkt und hier als Blog. Bei einem pH unter 7 gibt das Granulat Karbonate ab und sobald der pH Wert 7 erreicht hat, verhält es sich neutral. Auch der pH Wert von 7 oder sogar höher schadet den Garnelen nicht und hat auch nach unserer Erfahrung keinen Einfluss auf die Vermehrung der Weichwassergarnelen.


    Einbringen von Huminstoffe:


    Wer Huminstoffe in sein Aquarium einbringen möchte, weil sie über viele gute Eigenschaften verfügen, dem sei die natürlichste und unserer Meinung nach beste Methode empfohlen: braune Blätter in unterschiedlichen Zersetzungsstadien, Wurzeln und Erlenzapfen. Der Vorteil ist, dass sich Mikroorganismen drauf ansiedeln, welche gerne von Garnelen abgeweidet werden. Mit einer Wurzel oder 2-4 kleine braune Blätter (7-10 cm) gepaart mit einem mittelgroßen Erlenzapfen sollten bei 30 Liter genügen. Gebt die Blätter und Erlenzapfen einfach

    Weiterlesen

    Hallo,

    Nach den enttäuschenden Ereignissen vom letzten Beitrag konnte ich leider keinen der Krebse im Becken wiederfinden. Ich muss davon ausgehen, dass sie nicht überlebt haben.


    Darüber hinaus hat der Versuch Planarien in das zweite Zuchtbecken zu geben gezeigt, dass die Krebse ab einer gewissen Größe (schätzungsweise min. 2 cm) zwar auch Planarien Fressen (leider nur 1 mal live gesehen und keine Kamera zur Hand gehabt), dies aber leider auf Gegenseitigkeit zu beruhen scheint.


    Auch im Zuchtbecken sind nach Zugabe der Planarien einige der Krebse verstorben, was ich vorher noch nie gesehen hatte.


    Geht man davon aus, dass es tatsächlich ein "Fressen und gefressen werden" ist wird es aufgrund der sehr deutlichen Übermacht an Planarien gegenüber der Krebse im Becken wohl entweder eine nahezu unrealistische anzahl an Krebsen, permanenten Nachschub an Krebsen oder aber einen Krebs in einer Größe, in dem die Planarien keine Gefahr mehr darstellen brauchen.


    Zu letzerem werde ich noch einen Versuch unternehmen, wobei das Heranwachsen eines Krebses auf ca. 5 cm einige Zeit in Anspruch nehmen wird, da ich zur Zeit keine Krebse mehr habe und den Sand erst Trocknen muss um einen neuen Schlüpf-Zyklus einzuleiten.


    Außerdem wird die Zeit des heranwachsens in einem separaten Becken von der in der der Krebs "Arbeitet" abgezogen, wobei seine Lebenserwartung ohnehin nicht sehr lange ist.

    Somit zeigt diese Erkenntnis wohl, dass es deutlich Aufwendiger und zudem etwas Ineffizienter ist als erwartet.


    Eventuell ist es Sinnvoll die Krebse Bereits standardmäßig, vor einem Planarien-Befall im Becken integriert zu haben um das Bilden einer Übermacht/ das Ausbrechen eines Planarien-Befalls zu verhindern.


    Auch ohne das Erreichen der gewünschten Ziele hoffe ich dass die Versuchsreihe zumindest spannend war :)


    LG

    Weiterlesen

    Hallo,

    es ist mal wieder Zeit für ein Update. Ich habe es lange hinausgezögert, in der Hoffnung doch noch gute Nachrichten verkünden zu können.... leider vergebens.

    Die 2 wie im letzten Beitrag beschrieben umgesiedelten Krebse sind nach wenigen Tagen von der Bildfläche verschwunden, wobei ich absolut nicht sagen kann woran das liegt und ob sie noch leben.

    Ich konnte weder die Tiere noch die Schalen (im falle eines Ablebens) finden :(.

    Als weiteren versuch habe ich einen weiteren, deutlich größeren Krebs ( ca. 1 cm) nachgeschickt und versucht diesen genauer zu überwachen.

    Leider habe ich auch diesen nach einem Tag aus den Augen verloren und nicht mehr wiedergefunden :(.


    Ich werde wohl oder übel weitere Krebse nachzüchten und das umsiedeln noch später und vor allem langsamer durchführen um herauszufinden wo das Problem liegt.

    Evt. sind die geringen Unterschiede in den Wasserwerten bereits zu viel. Ich hoffe jedoch sie im großen Becken schlichtweg nicht finden zu können.

    Falls die Krebse wieder auftauchen melde ich es sofort.

    Ansonsten folgt das nächste Update erst wenn mehr und größere Krebse herangewachsen sind und ich mit den Versuchen fortfahren kann.


    LG

    Weiterlesen

    Hi,

    zu Anfang möchte ich kurz einige Fragen zu meinem Vorherigen Beitrag nennen und Beantworten:

    (wen es nicht interessiert, ab "UPDATE" geht es mit den Fortschritten weiter :) )


    Woher hast du sie?

    -ich habe mir einfach auf Amazon eine Packung "Triops Cancriformis"- Eier in Sand bestellt. Da sie genetisch sehr stabil sind also der Stammbaum keine große Rolle spielt und durch den lateinischen Namen Verwechslungen ausgeschlossen sind, habe ich auf die Quelle keinen Wert gelegt.


    Welches (Mineral -) Wasser benutzt du?

    -Die eine Hälfte des Sandes mit den Eiern habe ich in normalem Leitungswasser mit etwas Aquarium-Wasser angezogen (Erfolgreich). Die Andere in der angegebenen Mischung von destiliertem Wasser und Volvic. Beides hat funktioniert! Einen großen Unterschied bei der "Ausbeute" konnte ich nicht feststellen, zumal man den Sand mehrfach verwenden kann und das Schlüpfen von Ei zu Ei unterschiedlich lange dauern kann! Es ist also schwer die Ergebnisse auf das Wasser zu beziehen.


    Wie groß ist dein Becken und wo steht es? / Wie hast du sie angesetzt, in Flaschen oder Schüsseln?

    - mein "eigentliches" Garnelen-Becken steht in einer weniger gut beleuchteten Ecke im Raum und wird mit einer gewöhnlichen LED-Lampe und einer zusätzlichen LED-Röhre für unter Wasser beleuchtet (die Röhre hat eher kosmetische Gründe).

    -Die Anzucht-Becken sind kleine Plastik Schalen, mit etwas Spielsand und dem Sand mit den Eiern. Sie stehen vor dem Fenster und gleichzeitig vor meinem (Echsen-) Terrarium, wodurch sie zusätzlich im Schein der UV Lampe stehen. Ich habe gelesen dass viel Licht beim Schlüpfen hilft und zusätzlich das Algen-Wachstum fördert, welche die jungen Krebse essen.


    Sollte man einen Oxydator reinstellen? / Sollte man einen Filter benutzen, oder genügt die Filterleistung der Tiere?

    -Die Anzucht-Becken stehen ganz ohne jede Filterung oder ähnliches, da sie ohnehin nur zum Schlüpfen, also temporären Gebrauch gedacht sind und in gewissen Abständen austrocknen gelassen werden. Außerdem wird außer Sand und Wasser nur minimale Mengen an Futter (optional) hinzugegeben, je nach dem wie lange man die Tiere im Becken lässt vor der Umsiedelung. Also kommt es zu keiner Verschmutzung die einen Filter oder ähnliches nötig machen würde.

    -Im Garnelen-Becken müssen sie mit dem Leben wie das Becken momentan läuft. Den Filter habe ich schon gleich zu Beginn des Beckens ausgeschaltet (da nicht für Baby Krebse und Garnelen geeignet) und das Wasser wird eigentlich nur von vielen Pflanzen, Schnecken und den Garnelen Sauber gehalten. Zu beachten ist hier, dass auch wenn die Krebse erstaunlich schnell wachsen, die jungen Tiere winzig klein und Schwer sichtbar sind. Auch wenn sie bereits nach etwa 3 Tagen einige Millimeter erreichen stellen Filter mit Sicherheit eine Gefahr dar.

    !!! Im Allgemeinen kann ich zu diesem Thema aber wieder sagen: die Tiere leben (natürlicher Weise) in Pfützen und Sümpfen! Was Wasserqualität oder Nähstoff-/CO2-/Sauerstoff-Gehalt angeht, sollten sie sehr unkompliziert sein, was durch meine bisherige Erfahrung bestätigt wird.

    Die Filterleistung ist bei meinem bisher sehr kleinen Bestand und der noch sehr geringen Körper Größe entsprechend gering. Ich würde behaupten, dass man eine große Zahl größerer Tiere bräuchte um einen ausschlaggebenden Effekt in der Wasserqualität sehen zu können. Natürlich dennoch ein praktischer Nebeneffekt!


    UPDATE :


    Wie bereits gesagt, sind beide beschriebenen Zucht-Ansätze erfolgreich gewesen, wobei ich für weitere Versuche wie auch die Umsiedelung die Krebse aus dem Aquarium Wasser nehmen werde, da diese bereits an das Wasser im Becken gewöhnt sind.

    In der kurzen Zeit sind im Zuchtbecken bereits ca. 4 Tiere geschlüpft und anschließend innerhalb weniger Tage zu einer gut sichtbaren Größe herangewachsen. Zwei Tiere sind in Sachen Größe bereits sehr weit, weshalb ich sie heute bereits ins Garnelen-Becken Umgesiedelt habe. Hierzu habe ich sie mit einem Plastik Löffel (weiß, damit man sie besser sehen kann) einzeln entnommen und direkt ins große Becken gesetzt.


    Sie sind erst wenige Millimeter groß, sollten aber groß genug sein allen eventuellen Gefahren im AQ zu trotzen und ihre Größe durch das neue, größere Angebot an Fressen in den nächsten Tagen Vervielfachen.

    Ab einer Größe von etwa 1-2 cm rechne ich damit, sie beim Fressen von Würmern aller Art beobachten zu können, hierzu separiere und sammle ich bereits jetzt Planarien und einige andere Würmer und werde diese zum entsprechenden Zeitpunkt zum anderen Zucht-Ansatz in Mineralwasser geben und die Reaktion direkt beobachten.

    Je nach dem könnte es sogar möglich sein eine Planarie mit einem Krebs auf den Löffel zu bekommen und zu Filmen :)

    Ich gebe mein bestes!


    Bis zum nächsten Update! :thumbsup:

    LG

    Weiterlesen

    Hallo,

    wie bereits in anderen Beiträgen angekündigt, teste ich die Triops Art "Triops Cancriformis", welche die Europäische Variante der Urzeit krebse ist auf ihren Nutzen in Aquarien.


    Erwartungen:

    Laut diverser Berichte im Internet sollen diese Krebse das Wasser sehr gut Filtern und sich darüber hinaus von Weichtieren wie Würmern ernähren. Interessant sind sie deshalb, weil sie offenbar auch Planarien, die sonst als ungenießbar gelten und kaum Fressfeinde haben, gerade zu jagen sollen.

    Darüber hinaus sollen sie problemlos mit Schnecken und Garnelen zu vergesellschaften sein, da sie sich ausschließlich von Weichtieren ernähren und die "Kruste" der Garnelen, sowie das Gehäuse der Schnecken diese schützen.


    Der Anfang:

    Ich habe mir im Internet eine Packung Eier (Sand mit einer unbekannten Anzahl an Eiern > 50) bestellt.

    In der Anleitung wird wie man es kennt empfohlen, sie in einer 3:1 Mischung von 3 Teilen destiliertem Wasser und einem Teil stillem Mineralwasser ODER Regenwasser schlüpfen zu lassen.

    Zu Testzwecken werde ich eine Hälfte der Eier im vorgegebenen Milieu und die andere Hälfte in normalem Wasser aus dem Hahn versetzt mit Wasser aus dem laufenden AQ schlüpfen lassen.

    Sobald die Krebse eine Größe von c.a 1 cm erreichen werde ich sie in mein Garnelenaquarium umsiedeln, welches von Spitzschlammschnecken, QBS, TDS und Red fire Garnelen bewohnt wird und darüber hinaus von Planarien sowie Hydren befallen ist.


    Berichte über Ergebnisse/ Fortschritte folgen


    LG

    Weiterlesen

    Hallo zusammen, wollte mal fragen, was für Garnelen ich bräuchte wenn ich galaxy fishbone haben möchte. Habe Pintos, Pandas, multistripes, blue bolts, king kong und red wines. Da ich überwiegend dunkle Taiwaner habe, mit was müsste ich kreuzen das eventuell galaxy fishbones fallen???

    Weiterlesen